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Majestic-12

Noch im selben Jahr gründete die US Regierung auf Befehl von Präsident Harry S. Truman Majestic-12 (auch MJ-12 abgekürzt), ein Geheimkomitee, das sich der Bedrohung durch Außerirdische annehmen sollten. Dort wurden Szenarien entwickelt und ausgewertet, wie den Grauen am besten zu begegnen wäre und die Verluste unter der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Das Altman-Szenario sollte die Arbeit von MJ-12 für die nächsten Dekaden maßgeblich beeinflussen. Das Szenario traf Annahmen über die Reaktionen der Invasoren, wenn sie vorgaben in Frieden zu kommen, die Menschheit aber bereits über ihre Absichten Bescheid wüsste. Die wahrscheinlichste Antwort der Außerirdischen wäre die Ausrottung eines großen Teils der Erdbevölkerung. Das Szenario kam weiterhin zu dem Schluss, dass ein Kampf gegen die Invasoren nur dann effektiv geführt werden könne, wenn diese, sowie die Öffentlichkeit nichts über die Arbeit von Majestic-12 wüssten. Dieses Szenario wurde fortan zur Doktrin von MJ-12.
Unter einem Vorwand nahmen sie Kontakt zu anderen Staaten auf, um ggf. dortige Erkenntnisse über UFOs zu erhalten. Unter den ersten Staaten waren Großbritannien, die Sowjetunion und zu Beginn der fünfziger Jahre auch die Volkrepublik China. Letztere brach aber mit Beginn der Kulturrevolution ab 1966 alle Kontakte zu MJ-12 ab und war an deren Erkenntnissen für die nächsten 50 Jahre nicht interessiert.
MJ-12 untersuchte alle Anhaltspunkte auf UFOs, war dabei aber auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die Organisation wanderte damit auf einem schmalen Grad, denn einerseits sollte das Altman-Doktrin nicht verletzt werden. Es durfte also niemals eine UFO-Sichtung von offizieller Seite bestätigt werden, andererseits sollten die Menschen mögliche Sichtungen freiwillig melden. Von ein paar Individuen abgesehen, die schnell als UFO-Verschwörer diskreditiert werden konnten, ging diese Strategie auch vollends auf und so sammelte MJ-12 in den laufenden Jahren und Jahrzehnten immer mehr Material zur UFO-Sichtungen. Ein Erfolg wie bei Roswell konnte jedoch nicht wiederholt werden.
Erst die Finanzkrise im Jahr 2008 trug dazu bei, die Struktur von Majestic-12 zu ändern. Finanzierung und Erforschung von Waffen gegen Außerirdische wurde zunehmend teurer und die asiatischen Staaten holten zunehmend in der technologischen Entwicklung auf und drohten sogar die USA zu überholen. So wurden vorsichtig erste Kontakte in andere Länder geknüpft. Zunächst zu den Verbündeten der USA und den NATO-Staaten, schließlich aber auch zu China und Russland.
Nochmal durch die Sparmaßnahmen in den USA 2017 verstärkt, wurde schließlich die Gründung einer internationalen Organisation unter dem Kommando des UN-Sicherheitsrates angeregt. Dies war die Geburtsstunde der United Nations Alien Interdiction Special Forces, kurz UNAISF. Die Altman-Doktrin wurde übernommen und die Anzahl der Eingeweihten in den Mitgliedsstaaten auf ein Minimum reduziert. Die Organisation finanziert sich über Schattenfonds, von denen die wenigsten Geldgeber wissen, wofür das Geld eigentlich verwendet wird. Nichts desto trotz muss die Organisation vor dem Sicherheitsrat ihr Budget rechtfertigen und Erfolge vorweisen können. Mitgliedsstaaten der UNAISF haben das Recht, die Mittel zu kürzen oder zu erhöhen, je nachdem, ob sie die Arbeit der UNAISF im Kampf gegen die Außerirdischen als effektiv ansehen, oder ob sie nicht lieber einer nationalen Lösung der Vorzug geben wollen.
Die UNAISF ist im Gegensatz zu MJ-12 in Zellen organisiert, um bei einem Kampf gegen die Außerirdischen länger Widerstand leisten zu können.