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Kultur

Das Jahr 2029

Politik/Weltgeschehen: Eine Reform der Vereinten Nationen, die seit Jahren verhandelt worden war, wurde zum 1. Juli 2029 umgesetzt. Der Sicherheitsrat wurde auf 25 Staaten erweitert, die Zahl der ständigen Mitglieder von fünf auf zehn aufgestockt. Neben Frankreich, Großbritannien, Russland, China und den USA gehörten nun auch Indien, Brasilien, Deutschland und Iran diesem Gremium an. Ferner wurde den südostasiatischen Staaten Thailand, Vietnam, Singapur, Malaysia und Indonesien ein gemeinsamer Platz gewährt, der von einem gemeinsam gewählten Vertreter besetzt werden sollte. Das Vetorecht blieb jedoch nach wie vor auf die fünf ursprünglichen, ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates begrenzt.

Die Erweiterung des Sicherheitsrates brachte in den folgenden Jahrzehnten jedoch nicht den gewünschten Effekt, den immer geringer werdenden Einfluss der UN auf die Großmächte des 21. Jahrhunderts zu stärken. Stattdessen war zu beobachten, dass die schon im vorgehenden Jahrhundert oftmals als zahnlos verspottete UN weiterhin an politischer Bedeutung verlor, während die WTO als verantwortliche, internationale Organisation für den Welthandeln noch an Gewicht auf der internationalen Bühne gewann.

 

Kunst/Kultur: Das Attentat eines offenbar geistesgestörten Fans auf die chinesische Sängerin und Friedensaktivistin Ju Sung-Mae erschütterte die Welt. Nach siebentägigem Kampf verstarb die weltweit erfolgreichste Künstlerin des letzten Jahrzehnts an den Folgen ihrer Schussverletzungen. Trotz ihrer oftmals geäußerten Kritik an den sozialen und politischen Missständen in ihrem Heimatland ordnete die chinesische Regierung eine dreitägige Staatstrauer an.

 

Wissenschaft/Technik: Der spanischen Mediziner Gabriel Maria Almunia erhielt für seine bahnbrechenden Forschungen über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns den Medizin-Nobelpreis. Auf der Basis seiner Arbeit machte in den folgenden Jahren die Medizin auf dem Gebiet der Gehirnforschung große Fortschritte.