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Kontrollkralle

Seit dem Absturz des Raumschiffes über Roswell und dem Verhör des Sirianers war Majestic-12 die Existenz der Kontrollkralle bekannt. Einmal eingepflanzt, würde die Kontrollkralle das Verhalten der Person bestimmen und sein Bewusstsein kontrollieren. Selbst vormals loyale Personen würden somit zu Verrätern werden. MJ12 suchte nach einer Lösung für das Problem, war sich aber im Klaren, dass sie weder über Kontrollkrallen noch über die nötigen Mittel verfügten, um entscheidende Fortschritte zu machen. Ohne Kontrollkrallen konnte man schlecht ein Gegenmittel entwickeln und prüfen, ob es auch wirklich funktioniert. Es musste also eine alternative Methode der Gedankenkontrolle entwickelt werden. So entschied man sich, gezielt Informationen über Gedankenkontrolle an CIA, FBI und das amerikanische Militär zu spielen – natürlich inoffiziell und alle Verbindungen zu MJ12 und Roswell wurden entfernt.

Zu Beginn des Kalten Krieges der USA gegen die Sowjetunion schlug das Konzept feindliche Spione oder einfache, unbeteiligte Dritte in (Doppel-)Agenten zu verwandeln bei den beteiligten Organisationen ein wie eine Bombe. Es wurden mehr und mehr Mittel zur Verfügung gestellt, besonders seitens der CIA, um entsprechende Verfahren zu entwickeln. Es begann mit Projekt ARTICHOKE, BLUEBIRD und mündete schließlich 1953 in Projekt MKULTRA, das bis 1970 lief. In höchst unethischen und moralisch verwerflichen Experimenten wurden willkürlich ausgewählte Krankenhauspatienten, Gefängnisinsassen und anderen Menschen halluzinogene Drogen verabreicht, sowie physisch und psychisch gefoltert, um sie zu brechen und ihren Verstand zu kontrollieren. Zur selben Zeit wurde das Biowaffenprogramm der USA vorangetrieben, ebenfalls unter dem Deckmantel von MKULTRA. Der ursprüngliche Plan bestand darin, eine Verbreitungsmethode für ein potentielles Gegenmittel gegen die Gedankenkontrolle der Krallen zu finden. Es wurde mit Schutzimpfungen, kontaminiertem Trinkwasser, Aerosolen und gezüchteten Bienenschwärmen experimentiert. Die Biowaffenentwicklung entwickelte jedoch ein Eigenleben und Entglitt der Kontrolle von MJ12. Hier hatten sich die Militärs vor den Schreckensszenarien der biologischen Kriegsführung gegen die Sowjetunion leiten lassen.

Das Projekt wurde 1970 von der CIA eingestellt, ohne nennenswerte Erfolge zu erzielen. Majestic-12 sicherte sich jedoch alle Forschungsergebnisse und kopierte alle Unterlagen, bevor diese von CIA-Direktor Helms vernichtet werden konnten. Die Analysten und Wissenschaftler verbrachten Jahre damit, die Daten auszuwerten und zunächst schien es, als wäre das Projekt auch für MJ12 ein Fehlschlag. Die Akten wurden verpackt und in Sicherheit gebracht. Für Jahre rührte sie niemand mehr an.

Erst 2021 wurden die Akten im Zuge einer Datendigitalisierung wieder geöffnet und den Mitgliedern der UNAISF zugänglich gemacht. Nur zwei Jahre später brachten die MKULTRA-Daten den Durchbruch bei einer neuen Entwicklung: dem Kortexmarker. Dabei handelt es sich um ein binäres Mittel, dessen erster Teil in den Blutkreislauf injiziert wird und die Blut-Hirn-Schranke innerhalb von wenigen Stunden überwindet. Alle sich bildenden Vernetzungen der Neuronen werden ab diesem Zeitpunkt mit einem Marker versehen. Bis zu dem Augenblick, da der zweite Teil des Mittels verabreicht wird, entweder wieder durch den Blutkreislauf oder direkt ins Gehirn. Alle gebildeten neuronalen Verbindungen, die einen Marker tragen werden dadurch aufgelöst. Somit kommt es zu einer Löschung des Gedächtnisses, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der erste Teil des Mittels verabreicht wurde. Der Vorgang dauert auch hier wieder einige Stunden bei Zugabe über den Blutkreislauf, ist jedoch binnen weniger Minuten vollzogen, wenn es über eine Spritze direkt ins Gehirn injiziert wird. Letzteres ist natürlich eine sehr schmerzhafte Prozedur. Der Vorgang der Gedächtnislöschung selbst ist nahezu schmerzfrei.

 

Die Entwicklung des Kortexmarkers beseitigt zwar nicht die von den Kontrollkrallen ausgehende Gefahr, aber es löst ein bis dahin großes Problem, das wie ein Damoklesschwert über der UNAISF schwebte: Die Geheimhaltung.

Seit 2026 erhalten alle Mitglieder, bevor sie der UNAISF beitreten oder irgendwelche Geheimnisse erfahren, einen Kortexmarker verabreicht. Außerdem sind sie angehalten den zweiten Teil des Mittels stets bei sich zu tragen. Sollten sie in die Gefangenschaft der Außerirdischen geraten, könnten sie die Organisation so wenigstens schützen und müssten keine Geheimnisse preisgeben.

Die Methode ist sicherlich nicht perfekt, denn nicht jeder würde seine Erinnerung löschen wollen, aber es ist besser als ganz ohne Schutz.

Für weitere Hinweise siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/MKULTRA

Das Verhör verlief allerdings nur sehr schleppend, da er Englisch nur bruchstückhaft verstand. Es wurden Linguisten und andere Spezialisten hinzugezogen und mit der Zeit entwickelte sich tatsächlich eine rudimentäre Kommunikation zwischen dem Außerirdischen und den Angehörigen des US-Militärs. Er gehörte den Sirianern an, einer Rasse von Außerirdischen, die aus dem Sirius System stammen. Die anderen Toten wurden von ihm als Graue bezeichnet. Vor vielen Jahrhunderten hatten die Sirianer bereits die Erde besucht. Damals landeten sie in Afrika und nahmen Kontakt mit den Dogon auf. Das Wissen über die Kontaktaufnahme ist durch Marcel Griaul und Germain Dieterlen schon in den dreißiger Jahren indirekt bestätigt worden. Damals berichteten die Dogon davon, dass der Stern Sirius einen Begleiter hatte, eine weitere Sonne. Der lichtschwache Begleiter kann allerdings nicht ohne moderne Instrumente wahrgenommen werden, welche die Dogon nicht hatten. Die Sirianer brachten ihnen das Wissen darüber. Der Kontakt mit den Dogon fand vermutlich im 8. Jahrhundert nach Christus statt.
Laut dem Außerirdischen in Roswell waren die Sirianer damals noch ein freies Volk und kamen erst viel später, im frühen 20. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, in Kontakt mit den Grauen. Der Kontakt verlief zunächst sehr freundlich, aber nachdem die Grauen die Schwachstellen der sirianischen Verteidigung ausspioniert hatten, gingen sie zum Angriff über. Der Krieg muss kurz, aber äußerst brutal gewesen sein und mehrere Milliarden Sirianer das Leben gekostet haben. Die Überlebenden wurden versklavt. Um eine Rebellion auszuschließen, erhält jeder Sirianer direkt nach seiner Geburt eine bionische Kontrollkralle in das Gehirn implantiert. Sie zwingt ihren Träger zu absolutem Gehorsam gegenüber den Grauen und wenn man versucht sie zu entfernen, wird der Träger sehr schnell durch die Kontrollkralle getötet. Die Kontrollkralle verhindert zum Beispiel, dass die unterjochte Rasse sich gegen die Grauen auflehnt oder Geheimnisse preisgeben kann.
Durch den schrecklichen Unfall bei Roswell muss sie jedoch beschädigt worden sein. Die Gedanken des Sirianers waren wieder frei von dem Zwang, den ihm die Grauen auferlegten und er konnte sprechen, wie es ihm beliebte, was er auch bereitwillig tat. Er hegte die Hoffnung, dass die Menschen vielleicht, wenn sie von der Gefahr wüssten, besser darauf vorbereitet wären und den Kampf gegen die Grauen beginnen könnten und dann, vielleicht eines Tages, sein Volk aus der Sklaverei befreien.
Die Sirianer waren nicht die erste Rasse, die von den Grauen unterjocht wurde. Die Reptilianer sind ebenfalls eine Sklavenrasse. Die Grauen versuchen die Galaxis zu beherrschen und unterwerfen jede andere Rasse, die ihnen gefährlich werden kann. Ihre Kolonien sind in einem Umkreis von mehreren Hundert Lichtjahren um die Erde verteilt und sie breiten sich unaufhörlich weiter aus.
Da die Sirianer Informationen über die Menschen hatten, war die Erde das nächste Ziel. Das Schiff des Sirianers gehörte zu einem Aufklärungsflug, der mehr Informationen über die Erde und ihr Militär in Erfahrung bringen sollte, als ein unerwarteter technischer Defekt den Antrieb ihres Schiffes störte. In diesem Zustand wurden sie von Captain Herriman in seiner P-80 gefunden.