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Die hier folgenden Beschreibungen umfassen Staaten der zweiten und dritten Reihe oder solche, die durch Besonderheiten eine gewisse Bedeutung besitzen oder stellvertretend für eine Gruppe anderer kleinerer Staaten stehen. Es handelt sich um eine unvollständige Auswahl.

 

Asien

Die Global Player China, Russland, Indien und Japan sowie die Gemeinschaft der Tigerstaaten sind nicht in dieser Übersicht, sondern in separaten Artikeln aufgeführt.

 

Staaten

Afghanistan: Seit dem Ende der ISAF-Mission und dem Rückzug der NATO-Armeen wurde Afghanistan von diversen Krisen und Regimen erschüttert, bis zuletzt eine mächtige Stammesfamilie Rangin Dadullahs bis 2058 weite Teile des Landes kontrollierte. Nach dem Fall der Dadullahs durch Stammesfehden versank Afghanistan endgültig in Anarchie. Heute haben lokale Warlords, Stammesverbände und einzelne fanatisch-islamistische Führer die Kontrolle über meist nur kleine Gebiete des zersplitterten Landes. Recht und Gesetz sind nicht viel mehr wert als die Kampfkraft der Söldner und Milizen, die es für den jeweiligen lokalen Fürsten durchsetzen. Im Westen blüht der Drogenhandel (v.a. Opium) und finanziert die schlagkräftigen Truppen einiger Warlords. Auch der Waffenhandel ist ein zentrales Element des afghanischen Handels. Maschinengewehre, Karabiner und selbst schweres Geschütz werden offen gehandelt, die Handfeuerwaffen sogar an Marktständen als wäre es Reis. Russland, Indien und die chinesischen Splitterstaaten dulden das Land als Pufferzone, aber auch um gewinnbringend illegale Waffendeals abzuwickeln und manche offiziellen Embargos über den Afghanistanhandel zu umgehen.

 

Bangladesch: Bangladesch ist das ärmste und dicht besiedelste Land Asiens. Hungersnöte und Flutkatastrophen sind hier an der Tagesordnung, Regierungskoalitionen zerbrechen schnell. Die meisten Staatsgelder fließen notgedrungen in verzweifelten Dammbau, da das schon früher als Holland Asiens bezeichnete Land nach Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel zu noch größeren Teilen unter Normal Null liegt. FMF ist auf Grund der katastrophalen medizinischen Versorgung und des sozialen Elends weit verbreitet. Mit der Megacity Dhaka (31,0 Mio. Menschen) liegt eine der größten Städte der Welt in dem übervölkerten Land, dessen Wirtschaft nur auf Grund von Finanzhilfen aus manchen Tigerstaaten noch nicht gänzlich zusammengebrochen ist.

 

Iran: Im Iran hält eine langjährige Staatskontrolle durch das Militär weiter an. Was vor fast 50 Jahren als Übergangsrat zur Aufrechterhaltung der Verwaltungs- und Sicherheitsstrukturen begann, hat sich mittlerweile zu einem offen eingestandenen Militärregime gewandelt. Die Leitung des Landes liegt in der Hand eines Militärrates mit für Außenstehende undurchschaubaren Strukturen, die nicht offenbaren wer die eigentliche Macht im Staat besitzt. Sicher hingegen ist, dass es nur staatlich gelenkte Presse und eine strikte Gewaltpolitik gegen die kaum vorhandene Opposition und Kritiker gibt. Das Wirtschaftsdefizit ist sehr hoch, hauptsächlich bedingt durch zahlreiche Embargos seitens der UN, die aber über afghanische Schmuggelrouten stark unterlaufen werden, und das enorme Militärbudget. Trotz eines Bündnisses mit den Einzelstaaten der streng islamischen NAL werden alle theokratischen Kräfte im Land unterdrückt. Der Islam ist zwar Staatsreligion, aber die Scharia wird trotz Festschreibung im Gesetz nicht umgesetzt. Luftwaffe und Heer des Iran sind sehr stark, wenn auch im Fall der Luftwaffe etwas veraltet, und neben Israel die einzige ernstzunehmende Militärmacht im Nahen Osten. Grenzkonflikte mit Pakistan sind an der Tagesordnung. Russland ist Hauptenergie- und Waffenlieferant für den Iran, im Gegenzug werden russischen Transporten die Durchfahrt und die Nutzung eines Hafens am Persischen Golf für zivile Schiffe gestattet.

 

Katar und VAE: Wie alle Staaten des Mittleren Ostens leiden auch Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate unter dem Bedeutungsrückgang und Erschöpfung des Erdöls, jedoch haben eine früh eingeleitete, weitsichtige Politik hin zur Entwicklung des Tourismus als weiteres Standbein sowie ein straffes Wirtschaften, das nichts mehr mit den Milliardeninvestitionen zu Anfangs des Jahrhunderts gemein hat, die Staatsfinanzen gerettet. So gelang es den beiden Golfstaaten dem wirtschaftlichen Desaster anderer arabischer Nationen zu entgehen. Der Islam ist weiterhin Staatsreligion, wird aber nur in gemäßigten Bahnen an der Politik beteiligt und die Scharia wurde als Gesetzesgrundlage abgeschafft. Die beiden Länder pflegen enge Beziehung zu Indien und dem chinesischen Splitterstaaten (besonders Guangdong und Beijing-Jelin), die es Katar und den VAE erlauben, weitgehend sicher neben den radikalen NAL-Staaten zu existieren.

 

Mongolei: Das Land besitzt die weltweit geringste Bevölkerungsdichte und gilt immer noch rückständig, wurde auf Grund seiner Abgelegenheit aber FMF fast gänzlich verschont. Das Land bietet ebenso einen Rückzugsraum für die UNAISF, da es von Aliens kaum beachtet wird. Touristen fällt in der Mongolei weiterhin die sehr antiquiert wirkende, wenig technisierte Kultur ins Auge. Reiterspiele und Herden haben hier immer noch einen größeren Stellenwert als Internet und die moderne Unterhaltungsindustrie. Es gibt in der Mongolei kein Administration as Service. Die Bevölkerung ist freiheitsliebend und die Politik hält sich aus dem Weltgeschehen heraus. Die Eigenständigkeit des Landes wird von China (später den chinesischen Splitterstaaten) und Russland gefördert, nicht zuletzt um die gemeinsame Grenze möglichst kurz zu halten und keine Interessenskonflikte erwachsen zu lassen.

 

Pakistan: Das arme und völlig überbevölkerte Pakistan erinnert in vielen Belangen an seinen nördlichen Nachbarn Afghanistan. Hier gibt es zwar noch eine offizielle politische Führung, die in weitgehend freien und fairen Wahlen ernannt wird, aber nur im Westen und Süden noch tatsächlich die Kontrolle über das Staatsgebiet ausübt. Im unwegsamen Norden und Osten haben Stammesclans und Rebellengruppen die Macht an sich gerissen. Vielerorts ist Pakistan eine rechtliche Grauzone. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass das Land nur noch durch den großen Feind des vergangenen Jahrhunderts, Indien, nicht völlig in sich zusammenbricht. Indien tut dies freilich nicht aus reiner Herzensgüte, sondern aus wirtschaftlichem und sicherheitspolitischem Kalkül, da Pakistan die unsicheren Staaten Iran und Afghanistan von Indiens Grenzen fernhält und gleichzeitig mit seinen über 250 Millionen Einwohnern ein wichtiger Absatzmarkt für indische Firmen ist. Dank dieser Unterstützung gelingt es der pakistanischen Regierung weiterhin, fundamentalistische Elemente unter Kontrolle zu halten und in Grenzkonflikten mit dem Iran genug Stärke zu demonstrieren, damit dieser nicht einfällt. FMF ist in Pakistan weit verbreitet. Mit Karachi (20,3 Mio. Einwohner) und Lahore (13,3 Mio.) liegen zwei Megacities auf pakistanischem Boden.

 

Philippinen: Stets wechselnde autoritäre Regime, Putsche und dauernd schwelende und regelmäßig ausbrechende Konflikte zwischen Christen und Moslems sorgten in den vergangenen 100 Jahren dafür, dass die Philippinen trotz ihrer guten geographischen Lage für den Handel sich niemals zu einer Wirtschaftsmacht ähnlich den nahe liegenden Tigerstaaten entwickeln konnte. In der Gegenwart ist eine fundamentalistisch-christliche Regierung an der Macht, die sich selbst als “Kreuzritter des Ostens” bezeichnet und mit brutaler, militärischer Gewalt gegen Muslime vorgeht. Fast monatliche liest man in der Presse etwas über Massaker oder Massenverhaftungen. Der Drogenanbau und -handel besitzt auf den Philippinen eine wichtige, wirtschaftliche Stellung. Die Gesetzgebung ist ebenso streng wie in Vietnam oder Thailand, jedoch wird sie nur selten umgesetzt, so dass die Philippinen zum Hauptdrogenlieferant für den gesamten ostasiatischen Raum aufstiegen. Die Regierung duldet dies, da die Milizen der christlichen Drogenbarone nicht selten für die Verfolgung von Muslimen eingesetzt werden. Auf dem regulären Wirtschaftsmarkt sind vor allem Vorerzeugnisse für industrielle und elektronische Produkte eine Hauptexportware des Inselstaates. Trotz der erschreckend hohen FMF-Infektionsquote unter der Bevölkerung verfolgt die Regierung eine radikale Anti-Alien-Politik. Nach Informationen der UNAISF beruht dies nicht nur auf der fundamentalistisch-christlichen Einstellung des Regimes, sondern lässt sich auch auf einen starken Einfluss von True Path zurückführen. Die Megacity Manila (16,8 Mio. Einwohner) ist zwar noch Hauptstadt, aber der Regierungssitz wurde nach Quezon City verlagert.

 

(Süd-)Korea: War Südkorea zur Jahrhundertwende noch ein wirtschaftlich wie politisch bedeutender Staat – nicht zuletzt auf Grund des Nordkoreakonfliktes stark von den westlichen Industriemächten unterstützt –, so ist seine Bedeutung heute stark rückläufig. Nach dem Zusammenbruch Chinas übernahm Südkorea die Kontrolle über den nördlichen Bruder und vollzog die Widervereinigung. Dies brachte Korea aber wirtschaftlich gesehen nur Nachteile, denn Nordkorea ist ein Grab für Investitionen, dessen enorme Rückständigkeit keinen einfachen Erfolg zulässt. Die Überalterung der Gesellschaft ist kaum zu übersehen und einzig die guten Beziehungen zu Japan verhindern einen kompletten Zusammenbruch der Wirtschaft Koreas.

 

Organisationen

NAL – Neue Arabische Liga: siehe Staatengemeinschaften und Staatenbündnisse

 

ZASK – zentralasiatische Sicherheitskonferenz: Die Nachfolge-Organisation der fünf zentralasiatischen Staaten Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kasachstan, Kirgisistan wurde 2033 als Reaktion auf die Bedrohung durch Russland und die daraus resultierende russisch-chinesische Krise (2025-2027) gegründet. Sie stimmt eine gemeinsame Verteidigungspolitik ab und gewährte der Schutzmacht China bis zum Zerfall Großchinas, aber auch Indien einen Sitz als Beobachter bei Verhandlungen. Mittlerweile orientiert sich die ZASK vor allem an Indien, nähert sich aber auch wieder Russland an, da China nach seiner Teilung keinen ausreichenden Schutz mehr garantieren kann.

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