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Die hier folgenden Beschreibungen umfassen Staaten der zweiten und dritten Reihe oder solche, die durch Besonderheiten eine gewisse Bedeutung besitzen oder stellvertretend für eine Gruppe anderer kleinerer Staaten stehen. Es handelt sich um eine unvollständige Auswahl.

 

Afrika

Die Islamische Liga Nordafrika (ILN) und deren Einzelstaaten finden sich nicht in dieser Liste, sondern sind in einem vorgegangenen Artikel beschrieben. Die meisten afrikanischen Staaten werden durch Korruption, Einflussnahme durch Indien oder Brasilien sowie chaotische, unübersichtliche Machtverhältnisse mit schnell wechselnden Diktaturen und ethnischen Konflikten geprägt. Neben den zu Beginn des 20. Jahrhunderts existierenden Staaten entstanden durch Abspaltungen, Bürgerkriege und ähnliche Unruhen mehr als ein Dutzend weitere afrikanische Kleinstaaten, die weitgehend aber ohne große politische Bedeutung sind. Unter anderem zählen Guinea-Verde, Südmali, Neu-Swasiland, Westsimbabwe und Nsenga zu diesen Neugründungen.

Viele Staaten Afrikas leiden unter einer enormen Trinkwasserknappheit, die sowohl auf den Klimawandel als auch auf die Ausbeutung der eigentlich ausreichenden Wasserressourcen zurückzuführen ist. Vor allem der Südosten Afrikas ist nach der Austrocknung des Sambesi stark vom Trinkwasserproblem betroffen. Auch der einst als Stütze er Wirtschaft geltende Tourismus geht durch die politischen und sozialen Unruhen in den ost- und südostafrikanischen Nationen immer weiter zurück und sorgt für eine Verschlechterung der allgemeinen Situation. Die NAU versucht diesen Entwicklungen entgegenzusteuern.

 

Staaten

Namibia: Der Staat im Südwesten Afrikas durchläuft seit Jahrzehnten einen Balanceakt, ausgelöst durch die Einführung der Kernfusion, die die Kernspaltung als eine der wichtigsten Energiequellen des Planeten ersetzte. Zuvor galt Namibia als einer der vielversprechendsten Staaten Afrikas in Bezug auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung, war er doch der weltweit drittgrößte Uranexporteur. Seit Einführung der Kernfusion und des damit sinkenden Bedarfs an Uran erlebt das ob seiner klimatischen Bedingungen wenig zum Ackerbau geeignete Land eine schwere wirtschaftliche Krise. Lange Zeit war wie in der Kolonialepoche die Viehzucht eine der Grundlagen für die namibische Wirtschaft. Der Staat erlebte in den letzten Jahren auf Grund der wieder gestiegenen Nachfrage nach Kupfer einen leichten Aufschwung. Trotz traditionell guter Beziehungen zu Südafrika ist Namibia nicht Mitglied der NAU, da es wirtschaftlich wie politisch stark an Brasilien gebunden ist, gegen das die NAU opponiert. Aus dieser Situation resultiert auch die gegenwärtige Krise im Verhältnis zu Angola und Südafrika. Namibia zu Gute kommt seine für afrikanische Verhältnisse hervorragend ausgeprägte Infrastruktur, deren Grundlagen noch in der Kolonialzeit liegen, seit Jahrzehnten aber auch mit zunächst chinesischen, dann brasilianischen Geldern gefördert werden.

 

Nigeria: Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist ein steter Krisenherd. Seit fast einem Jahrhundert registrieren Beobachter Konflikte zwischen dem islamischem Norden und dem von Christen und Anhängern von Naturkulten geprägten Süden. Spätestens seit dem Ignorieren des ungeschriebenen Gesetzes, dass sich christliche und islamische Vertreter als Staatsoberhaupt abwechseln, schlägt die von kleineren Zusammenstößen geprägte Stimmung immer wieder in blutige Bürgerkriege aus. Auch das Schließen der Erdöl- und Erdgasfelder in der Bucht von Lagos und die damit verbundene hohe Arbeitslosigkeit und der Verfall der Staatsfinanzen haben zum Krisenklima stark beigetragen. Mit der Megacity Lagos (17,1 Mio. Einwohner) liegt die größte Stadt Afrikas in Nigeria.

 

Kongo, Demokratische Republik: Die ehemalige belgische Kolonie ist das wohl unberechenbarste und für Ausländer, besonders für Europäer und Asiaten, gefährlichste Land Afrikas. Eine echte Regierung gibt es nicht mehr. Die letzten Wahlen fanden 2056 statt und ihr Ergebnis wurde von keinem Kandidaten anerkannt, selbst nicht von Tolube Usamba, der die meisten Stimmen, aber nicht die absolute Mehrheit erringen konnte. Der daraus resultierende Bürgerkrieg zwischen den Kandidaten und ihren Milizen ließ jegliche, ohnehin stets sehr geringe Ordnung im Kongo zusammenbrechen. Seither sind lokale Warlords die eigentlichen Machthaber im Kongo. Ethnische Säuberungen, Massenmorde an der Zivilbevölkerung, Folterung und willkürliche Inhaftierung von Einheimischen wie von Ausländern sind an der Tagesordnung. Geschürt wird der Konflikt zusätzlich durch die verhältnismäßig wohlhabenden östlichen Nachbarstaaten Ruanda, Uganda und Burundi, die einzelne Warlords unterstützen und sich dafür Frieden an ihren Grenzen und Einfluss erkaufen. Mittlerweile gehen die Kampfhandlungen schon über die kongolesischen Grenzen hinaus: Im April 2070 besetzte ein Warlord große Gebiete im Südsudan. Auch die Megacity und ehemalige Hauptstadt Kinshasa (14,4 Mio. Einwohner) wird von verschiedenen Warlords umkämpft. Neben diesen kriegerischen Konflikten hält der Kongo die unrühmlichen Rekorde, das Land mit der größten Unterversorgung an Nahrungsmitteln für die Bevölkerung in Afrika zu sein und unter der größten Rate von FMF-Erkrankungen auf dem Kontinent zu leiden.

 

Südafrika: Südafrika ist der stabilste und politisch wie wirtschaftlich unabhängigste Staat Afrikas außerhalb der ILN. Seit der Gründung der NAU durch den ehemaligen südafrikanischen Staatspräsident Alain Matokombo hat sich das Land zur wichtigsten Kraft der neu gegründeten NAU zusammengeschlossen und geht auf unverhohlenen Konfrontationskurs mit Indien und zunächst China, dann Brasilien, deren Besitze in Südafrika enteignet wurden. Die daraus resultierenden Erschwerung auf das Wirtschaftsleben nehmen der gegenwärtige linksliberale Joseph Akanbeo und seine Partei PNA (Partei für ein neues Afrika), die die Politik Matokombos fortsetzen, recht gelassen hin und trotz einer Jobkrise in den letzten beiden Jahren erfährt ihr politischer Kurs gegen den chinesischen, brasilianischen und indischen Wirtschaftsimperialismus große Zustimmung in der Bevölkerung. Basis für die Wirtschaft Südafrikas sind der Maschinenbau und der Diamantenabbau. Auf den Gebieten der Humanmedizin genießt das Land ebenfalls eine Stellung unter den Top-10 der Welt. In der Megacity Johannesburg (12,2 Mio. Einwohner) wurde das erste Medizinzentrum der Außerirdischen auf südafrikanischem Boden errichtet.

 

Organisationen

NAU – neue afrikanische Union: Die 2055 von sieben afrikanischen Staaten (Südafrika, Lesotho, Angola, Malawi, Mosambik, Tansania und Neu-Swasiland) gegründete Organisation hat ihren Sitz in Pretoria, Südafrika, und setzte sich zum Ziel, die afrikanischen Staaten weitgehend vom Einfluss der Industrieriesen China und Indien zu befreien. Mittlerweile gehören vier weitere Staaten (Lesotho, Botsuana und Gabun ab 2064 sowie Nsenga ab seiner Gründung 2066) zur NAU und nach dem Zusammenbruch Chinas wurde nahm Brasilien diesen Feindesplatz ein. Madagaskar besitzt einen Sitz als Beobachter, ist auf Grund seiner politischen Nähe zu Indien, das Flotten- und Flughäfen für seine Streitkräfte im indischen Ozean auf der Insel besitzt, kein vollwertiges NAU-Mitglied. Die NAU ist ein loser Staatenbund, der seine Wirtschaftspolitik abstimmt und eine gemeinsame innerafrikanische Verteidigungspolitik betreibt (so etwa beim Westsimbabwe-Krieg 2065/66), aber sich nicht wie die alte Afrikanische Union (AU, 2048 aufgelöst) um die Belange fast aller afrikanischer Staaten kümmert.

 

WAGfSS – westafrikanische Gemeinschaft für Stabilität und Sicherheit: Dieser Zusammenschluss (2061) armer, aber recht stabiler, wirtschaftlicher meist eng an Indien gebundener Staaten (Senegal, Guinea-Bissau, Guinea-Verde, Senegal, Sierra Leone, Guiena, Elfenbeinküste, Liberia, Togo, Ghana, Kamerun, Südmali und Benin), die unter halbjährlich wechselndem Vorsitz in Bamako, Südmali, tagen. Zentrale Anliegen der WAGfSS sind die Sorge um die militärische Sicherheit der Staaten, die besonders durch die ständigen Unruhen in Nigeria erscheint, sowie die Erhaltung eines zollfreien Wirtschaftsraumes, dessen Pate Indien, die Staaten fördert und einen Beobachtersitz im Rat der Industrie- und Wirtschaftsminister der 13 westafrikanischen Staaten besitzt.

 

ILN – islamische Liga Nordafrika: Die ILN ist die einflussreichste und wirtschaftlich stärkste Organisation in Afrika und wird im Artikel Staatengemeinschaften und Staatenbündnisse beschrieben.

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