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Das Jahr 2059

Politik/Weltgeschehen: Im Oktober wurde ein indischer Militärsatellit gehackt und seine Bewaffnung gegen einen Wettersatelliten eingesetzt. Das indische Kontrollzentrum hatte keinerlei Zugriff mehr auf den stark bewaffneten, künstlichen Trabanten im Orbit und konnte ihn daher nicht wie in Krisenplänen vorgesehen durch Selbstzerstörung außer Funktion setzen. Eine radikale, bisher wenig beachtete Gruppierung von Kapitalismusgegnern namens Brave Old World, die weltweit Anhänger besaß, ihren Schwerpunkt aber in Brasilien und den VEN hatte, bekannte sich zur Übernahme und stellte die völlig abwegige Forderung nach der Einstellung des Welthandels und die Rückkehr zur Agrarwirtschaft aller Nationen. Sollte dem nicht nachgekommen werden, so drohte Brave Old World den Einsatz der Waffen des Satelliten gegen Ballungsräume in China und Indien sowie gegen Orbitalstationen an. Die Bedrohung wurde schließlich durch andere Satelliten beseitigt, die ihr außer Kontrolle geratenes Gegenstück vom Himmel fegten, sowie durch die Schließung des Sicherheitslecks in der Steuersoftware der verbleibenden Satelliten. Dennoch zeigte dieser Vorfall, das die bis dahin als höchst sicher geltenden Militärsatelliten keineswegs vor der Übernahme durch Hacker völlig sicher waren. Die in den folgenden Jahren stattfindende Hetzjagd auf Mitglieder von Brave Old World konnte einige Strukturen der Gruppierung zerschlagen, deren Zellenstruktur sorgte jedoch dafür, dass die Organisation weiter existierte und eine Bedrohung für die Sicherheit blieb.

Gegen internationale Proteste annektierte Indien in einer massiven Militäroperation das Gebiet des chinesischen Teilstaates Yunnan, das es bis zum aktuellen Tag besetzt hält. Verurteilungen seitens des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen konnten durch ein russisches Veto nicht durchgesetzt werden. Während die offiziellen Begründungen hierfür äußerst fadenscheinig blieben, sehen Beobachter die eigentlichen Gründe in den engen Beziehungen zwischen Indien und Russland sowie eigenen russischen Interessen im Norden von Chinas, die eine militärische Intervention Russlands in diesen Gebieten nicht ausschließen. Indiens eigene Interessen an Yunnan beruhen wohl vor allem auf den Abbaugebieten für seltene Erden in diesem Territorium sowie der Übernahme der hier befindlichen chinesischen Einrichtungen für die Raumfahrt.

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