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Sind erst einmal die spieltechnischen Details geklärt, geht es an die Ausarbeitung des Hintergrundes der Basis und die Zusammenstellung der Special Units.

 

Special Unit (SU)-Teams zusammenstellen

Um Angehörige einer Special Unit zu werden, müssen die Mitglieder sich den härtesten Tests der Welt unterziehen. Die Tests bringen sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und darüber hinaus. Sie trachten jedoch nicht danach,  die Bewerber zu brechen oder ihre Moral zu zerstören. Vielmehr ist man daran interessiert, die Personen herauszufiltern, die selbst unter härtesten Bedingungen immer noch planvoll handeln und weitermarschieren, wo andere sich nur noch zum Sterben hinlegen möchten.

Eine Special Unit besteht meistens aus vier Personen, kann jedoch auch im Einzelfall davon abweichen. Vier Personen sind genug, um effektiv arbeiten zu können, aber die Gruppe ist auch klein genug, um schnell einsatzbereit und lautlos zu sein. Die Ausbildung ist dabei meist sehr umfassend und beinhaltet neben Waffenfertigkeiten auch Kenntnisse in Aufklärung, Fallschirmspringen, Tauchen, Nahkampf, Pionier und Überleben.

Jede Special Unit hat sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert. Am häufigsten verbreitet sind Special Units für amphibische Kriegsführung, Kriegsführung mit landgebunden Fahrzeugen, Winter- und Gebirgskampf, Fallschirmspringen. Innerhalb einer jeden Special Unit sind die Soldaten auf verschiedene Gebiete spezialisiert, wie elektronische Kriegsführung, Medizin, Pionier, Sprachen, etc.

In einem solchen Umfeld ist es nur natürlich, dass eine UNAISF-Basis mehr als nur eine Special Unit besitzt. Im Kampf um Leben und Tod gibt es keinen zweiten Platz und nur die besten können hoffen gegen die außerirdischen Invasoren zu bestehen und sollte mal eine Einheit ausfallen, können immer noch die anderen einspringen.

Natürlich ist es nicht ganz unproblematisch mehrere Special Units für eine Basis zu bekommen. Die erste Special Unit ist noch kostenlos, aber für jede weitere Special Unit müssen 4 Basispunkte ausgegeben werden. Die Mitglieder der anderen Special Units können genau wie die Spielercharaktere erstellt werden, sich aber auf andere Gebiete spezialisieren. Sie können sogar von den Spielern gespielt werden (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Damit die Special Units sinnvoll zusammengestellt werden, hier ein kleiner Hinweis, welche Vorteile und Fertigkeiten für jede Special Unit und die einzelnen Funktionen innerhalb des Teams sinnvoll erscheinen. Die Liste ist natürlich nicht vollständig und bei weitem nicht die einzig mögliche Kombination für die aufgeführten Aufgaben. Alleine an Vorteilen ließe sich die Liste bestimmt erweitern. Immerhin sind es Vorteile und jeder Kampfvorteil kann in der einen oder anderen Situation nützlich sein. Es wurde jedoch versucht, sich soweit es geht zu beschränken und nur die wichtigsten für die jeweilige Aufgabe aufzulisten.

Bei bestimmten Einsätzen ist es wichtig, wenn jedes Mitglied des Teams die folgenden Fertigkeiten besitzt:

Amphibische Kriegsführung

Vorteile: Taucher, Reaktionsschnell

Fertigkeiten: Bogenwaffen, Tauchen, Verdeckte Operationen

 

Elektronische Kriegsführung

Vorteile: Talentiert, Glückspilz, Zusatzausbildung

Fertigkeiten: Computer, Ingenieur, Kommunikation, Sensoren

 

Fallschirmsprungeinsatz

Vorteile: Präzisionsschütze, Reaktionsschnell

Fertigkeiten: Aufklärung, Fallschirmspringen, Überleben

 

Landgebundene Fahrzeuge

Vorteile: Freie Reaktion, Verbesserte Initiative

Fertigkeiten: Bordschütze, Fahrer, Fernsteuerung

 

Urbane Kriegsführung

Vorteile: Schnelles Schießen, Ausweichen

Fertigkeiten: Milieu, Nahkampf, Sprachen

 

Winter- und Gebirgskampf

Vorteile: Präzisionsschütze, Verbessertes Zielen

Fertigkeiten: Athletik, Überleben

 

 

Je nach Aufgabe sollten einzelne Teammitglieder darüber hinaus noch in ihren jeweiligen Spezialgebieten trainiert werden, um eine große Bandbreite an Aufgaben abdecken zu können.

Aufklärer

Vorteile: Sechster Sinn, Reaktionsschnell

Fertigkeiten: Athletik, Aufklärung, Kommunikation

 

Mediziner

Vorteile: Heiler, Talentiert

Fertigkeiten: Fahrer, Medizin, Sprachen

 

Pionier

Vorteile: Sechster Sinn, Multitalent

Fertigkeiten: Ingenieur, Pionier, Sprengstoff

 

Scharfschütze

Vorteile: Verbesserter Fernkampfschaden, Verbessertes Zielen

Fertigkeiten: Bordschütze, Handfeuerwaffen (Projektilgewehre), Schwere Waffen

 

Waffenspezialist

Vorteile: Beidhändigkeit, Blinder Kämpfer

Fertigkeiten: Bordschütze, Handfeuerwaffen (Projektilgewehre), Schwere Waffen, Waffentechnik

 

Spielen mit mehreren SU-Teams

Die meisten Rollenspiele sehen vor, dass ein Spieler nur einen Charakter spielt. Und wenn es nicht explizit erwähnt wird, so wird es doch meistens implizit angenommen.

Bei Invasion 2071 möchten wir jedoch die Spieler (und natürlich auch den Spielleiter) dazu ermutigen, mehrere Charaktere zu erstellen und zu spielen, wenn auch nicht zur gleichen Zeit. Die Spieler sollen nach Möglichkeit zwei oder drei Charaktere besitzen, wobei sie sich einen als Hauptcharakter aussuchen können, den sie hauptsächlich verwenden.

Warum also dann die anderen Charaktere? Die Gründe dafür sind vielfältig.

Das Kampfsystem von Invasion 2071 zeichnet sich zwar nur bedingt durch Realismus aus, aber Kämpfe können hier mitunter schnell tödlich enden und theoretisch kann ein Charakter schon nach einem Schuss sterben oder zumindest schwer verletzt werden. Wenn ein Charakter verletzt wird, muss er sich in ein Krankenhaus begeben und behandeln lassen. Er fällt daher für einige Zeit aus. Nun kann man natürlich warten, bis er wieder gesund ist und dann einfach weiterspielen, oder aber man nimmt einen anderen Charakter und spielt diesen, während der Hauptcharakter sich erholt. Bedauerlicherweise warten die Außerirdischen nicht immer, bis sich ihre Gegner erholt haben. Und was ist mit Verletzungen inmitten einer Mission? Der Spielleiter kann auf der einen Seite die potentiellen Gefahren durch den Kampf natürlich soweit herunterfahren, dass die Charaktere immer bis zum Ende durchhalten. Aber wäre es nicht einfacher, bei Verletzungen einen Ersatzcharakter ins Spiel zu bringen?

Ersatzcharaktere erlauben also den Schwierigkeitsgrad der Missionen realistisch zu halten und gleichzeitig das Spiel weiterzuführen.

 

Darüber hinaus ist nicht jeder Charakter für jede Mission geeignet. Teammitglieder von Special Units sind in vielen Bereichen erfahren, spezialisieren sich häufig auf einige wenige Gebiete. Ein Team, das sich bestens mit amphibischer Kriegsführung auskennt, muss nicht unbedingt das beste Team sein, um eine infiltrierte Regierung von außerirdischen Aggressoren zu befreien. Das Einsatzspektrum der Missionen für die UNAISF ist breit und genauso sollten auch die Möglichkeiten der Charaktere sein. Aber ein Charakter, der alles kann, ist nur schwer zu erstellen. Daher sollten Spieler Charaktere für unterschiedliche Missionen erstellen und mit diesen unterschiedliche Teams bilden. Je nach Mission können sie dann ein anderes Team verwenden, das für die Mission am besten geeignet ist. Wenn eine Mission ein hohes Maß an elektronischer Kriegsführung benötigt, aber kein Charakter dabei ist, der diese auch nur ansatzweise beherrscht, werden viele Proben einfach schief gehen, was nicht nur die Charaktere in Gefahr bringt, sondern auch für die Spieler frustrierend sein kann.

Ersatzcharaktere erlauben es den richtigen Charakter für die richtige Mission einzusetzen.

 

Dieser Abschnitt sollte als optionale Regel aufgefasst werden. Spieler und Spielleiter sollten sich absprechen, ob sie mit mehreren Charakteren und Special Units spielen wollen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand und bieten zudem noch eine rollenspielerische Herausforderung, indem man wirklich vom Wesen her unterschiedliche Charaktere erstellt.

Auf der anderen Seite ist natürlich der Mehraufwand für die Erstellung der Charaktere zu berücksichtigen und dass die Bindung eines Spieler zu seinem Charakter nicht so tief ist, wenn er mehrere hat.

Dem Spielleiter erlauben Ersatzcharaktere Missionen zu erstellen, bei denen Aufgaben an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit erfüllt werden müssen. Für gewöhnlich müssen die Spieler sich aufteilen und während der Spielleiter sich gerade mit einem Teil der Gruppe beschäftigt, kann der andere nur zugucken und nichts tun. Werden hingegen mehrere Special Units in den Einsatz geschickt, können alle Spieler an den Orten mitspielen und es muss sich keiner langweilen.

 

Im Spiel selbst können die unterschiedlichen Charaktere auf der gleichen Basis oder sogar auf einer anderen Basis der UNAISF untergebracht sein. Zusätzliche Special Units kosten Basispunkte (4 Basispunkte für jedes Team nach dem ersten), können aber durch die Abfindungen bei der Charaktererschaffung auch wieder Basispunkte mit einbringen, was die Basis wiederrum verbessern kann.

Hintergrund der Basis

Eine Basis erscheint nicht einfach aus dem Nichts, sondern hat meistens einen Hintergrund. So könnte ein Flugzeugträger zum Beispiel schon mehrere Jahre im Dienst einer anderen Macht gewesen sein und dementsprechend ist er vielleicht schon an diversen Stellen angerostet. Ein Bunker wurde von einer Regierung übernommen, aber diese hat ein paar Spione in die Reihen der UNAISF einschleusen können, usw.

Hintergründe dienen dazu, einer Basis Leben einzuhauchen und sie individueller zu machen. Auch wenn zwei Basen in Bunkern mit der gleichen Ausstattung errichtet wurden, müssen sie nicht unbedingt gleich sein.

Eine Basis hat mindestens einen Hintergrund und kann maximal drei Hintergründe haben. Die Anzahl der Hintergründe wird von den Spielern bestimmt, wenn sie die Basis errichten. Die Art des Hintergrunds oder der Hintergründe wird per Zufall mit einem Wurf auf der Tabelle Basis-Hintergrund bestimmt. Der erste Hintergrund ist kostenlos, jeder weitere kostet jedoch 4 Basispunkte. Augenscheinlich bringen Hintergründe nur Nachteile, zumal auch noch für sie bezahlt werden muss. Sie ermöglichen dem Spielleiter allerdings seine Missionen etwas differenzierter und tiefgehender zu gestalten. Als Belohnung erhält die Basis allerdings immer einen zusätzlichen Basispunkt für Missionen, in denen der Hintergrund mit eingebunden wurde.

 

Basis-Hintergrund

2W6 Hintergrund
2 Etwas Seltsames geht auf der Basis vor. Es gibt einen Bereich (z. B. einen Wartungsschacht oder ein nicht genutzter Raum), in dem Mitarbeiter Stimmen gehört haben wollen, obwohl sich niemand in dem Bereich aufgehalten hat. Aber es sind nicht nur Stimmen, auch andere Geräusche sind hier von Zeit zu Zeit zu vernehmen. Das Licht flackert auf unerklärliche Weise, obwohl die Techniker die Leitungen und Lichtdioden mehrmals überprüft haben- technisch scheint alles in Ordnung zu sein. Der Bereich wird von den Mitarbeitern scherzhaft Phantomzone oder Geisterraum genannt und keiner hält sich dort auf, wenn er nicht unbedingt muss. Natürlich sind die Stimmen, Geräusche und Phänomen nie wahrzunehmen, wenn man sie jemandem demonstrieren möchte, was eine tiefergehende Untersuchung bisher verhindert hat. Aber irgendwann wird sich wohl jemand der Phantomzone annehmen müssen, denn es scheint fast so, als würde es schlimmer…
3 Ein Maulwurf hat die Basis unterwandert und berichtet nun für eine andere Gruppierung. Bei dieser Gruppierung handelt es sich um eine Organisation, die ähnliche Ziele, wie die UNAISF verfolgt, wenn auch nicht notwendigerweise mit den gleichen Mitteln. Der Maulwurf arbeitet dabei nicht für Geld, sondern aus ideologischen Gründen. Er ist hoch in der Hierarchie verankert und kommt so an die wichtigen Informationen und kann diese weiterleiten. Wenn er kann, wird er Aktionen der UNAISF verhindern, um der anderen Organisation einen Vorsprung zu verschaffen – natürlich nur, wenn dies seine Tarnung nicht gefährdet. Der Maulwurf ist sich bewusst, dass seine Stellung einer der größten Vorteile ist, welche die andere Gruppierung besitzt. Bedauerlicherweise nehmen die Übergriffe der anderen immer mehr zu und gefährden zunehmend UNAISF-Operationen.
4 Eine externe Gruppe ist an der Basis oder an etwas in der Basis interessiert. So genau konnte das noch nicht herausgefunden werden. Die Gruppe hat begrenzten Zugriff auf die UNAISF und ist über deren Aufgabe zumindest teilweise informiert. Es könnte sich um einen befreundeten Geheimdienst handeln, vertreten durch einige Verbindungsmänner. Das ist kein direktes Problem, da diese externe Gruppe nicht die Autorität besitzt der UNAISF Befehle zu erteilen. Jedoch ist diese Gruppe hartnäckig und scheint ihre versteckte Agenda bei jeder Gelegenheit durchsetzen zu wollen. Irgendwas ist mit dieser Basis oder befindet sich in dieser Basis, das den anderen sehr, sehr wichtig ist. Es scheint sich dabei aber nicht um die geheimen Informationen über die Außerirdischen zu handeln.
5 Seit der Gründung der UNAISF und sogar schon davor gab es Gegner in den UNO-Gremien, die gegen die UNAISF eingestellt sind. Diese Gegner haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Basis als ineffizient darzustellen und suchen nach jeder Gelegenheit. Leider gehören diese Gegner auch zu den Kontrollgremien des UN-Sicherheitsrates, der die Aktivitäten der UNAISF begutachtet. Und so mag es nicht verwundern, wenn diese Gegner öfter einen Vertreter auf der Basis vorbeischicken, um die Einsätze der Special Units zu prüfen. Egal wie gut der Einsatz war, diese Person wird immer ein Haar in der Suppe finden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie genug Material zusammen hat, um dem Kontrollgremium Bericht zu erstatten. Dabei muss diese Person nicht einmal der UNAISF feindselig gegenüber eingestellt sein. Es kann sich hierbei um einen gewissenhaften Bürokraten handeln, der dem Auftrag seiner Vorgesetzten folgt.
6 Trotz aller Sicherheitsüberprüfungen haben die Außerirdischen Zugriff auf einen Mitarbeiter der UNAISF erhalten und konnten ihn überzeugen, dass es besser ist, für sie zu arbeiten. Ob es sich dabei um eine echte Überzeugung handelt oder ob die Außerirdischen nachgeholfen haben, ist schwer zu sagen. Im Augenblick ist von dem Überläufer auch noch nichts bekannt, auch nicht den Spielern. Das wird sich aber mit der Zeit bemerkbar machen. Irgendwann werden die Spezialeinheiten in Situationen geraten, in denen sie merken, dass die Außerirdischen Informationen aus dem inneren Kreis der UNAISF erhalten haben. Aber auch dann ist es noch ein langer Weg von einem vagen Anfangsverdacht bis der Überläufer endlich gestellt wird. Und auch das wird nicht leicht werden. Er ist nun hundertprozentig loyal zu seinen neuen “Herren”.
7 Ein wichtiges Mitglied der Basis (vielleicht ein Bereichsleiter) wird von einer kriminellen Organisation erpresst. Niemand auf der Basis weiß davon, inklusive der Spieler – zumindest noch nicht. Besagtes Mitglied hat Schulden und konnte sie wohl nicht rechtzeitig begleichen. In seiner (oder ihrer) Verzweiflung hat das Mitglied angefangen ein paar Informationen über die UNAISF preiszugeben. Das können Daten über außerirdische Gegenstände sein, die Position der Basis oder auch die Identität einiger weiterer Mitglieder (vielleicht sogar der Spieler?!). Die Hoffnung sich damit loskaufen zu können, erfüllte sich allerdings nicht. Im Gegenteil, die kriminelle Organisation hat ein gutes Geschäft gerochen und will immer noch mehr. Für den Fall, dass das Mitglied nicht mitspielt und die Informationen liefert, wurden die üblichen Drohungen ausgestoßen. Langsam, aber sicher droht die Situation außer Kontrolle zu geraten.
8 Eine Gruppe Zivilisten ist auf die UNAISF-Basis aufmerksam geworden. Je nachdem, wo sich die Basis befindet, kann dies in unterschiedlicher Form sein. Sollte die Basis in einer aktiven Fabrik liegen, so können sich mehrere Mitarbeiter der echten Fabrik zum Beispiel immer öfter in der Nähe der eigentlichen Basis herumtreiben. Liegt die Basis in einem Bürogebäude, fragen sich die Mitarbeiter der anderen Unternehmen vielleicht, was “Universal Exports” denn tatsächlich treibt. Bei einer Unterwasserbasis könnte eine private Tauchexpedition zufällig auf die Basis gestoßen sein. Das Treffen mit den Zivilisten sollte der Basis angepasst werden. Die Zivilisten wissen noch nicht genau, um was es sich da handelt, aber sie sind neugierig geworden und leider sind sie auch recht hartnäckig. Sie stellen noch kein Problem dar, aber früher oder später wird sich jemand damit befassen müssen.
9 Es gibt eine moralische Spaltung der Mannschaft der Basis. Die einen argumentieren, dass die Außerirdischen auf jeden Fall auch mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen zurückzuschlagen sind. Die Außerirdischen wollen die Erde kolonisieren und/oder infiltrieren und ein Einsatz von Nuklearwaffen sei auch gegen Länder legitim, die bereits vollkommen infiltriert wären. Immerhin geht es hier nicht um einen politischen Diskurs, sondern um den Fortbestand der gesamten Menschheit. Wiederrum andere Mannschaftsmitglieder sagen, dass das Vorgehen gegen die Außerirdischen zu harsch sei. Sicher, sie entführen Menschen zu unbekannten Zwecken, was unbedingt unterbunden werden müsse, aber bisher hätten sie noch keine besonders aggressiven Handlungen gezeigt. Schließlich dürfte man nicht vergessen, dass man es mit einer andersartigen Intelligenz zu tun habe. Hunde würde auch nicht ausgerottet werden, nur weil sie sich anders verhielten als Menschen und die gesamte Menschheit bereits “infiltriert” hätten. Diese Gruppe zieht Verhandlungen mit den Außerirdischen einem direkten Angriff vor. Beide Gruppen geraten immer häufiger aneinander. Die Einsatzbereitschaft der Basis ist noch nicht gefährdet, aber ein solcher Streit kann in entscheidenden Momenten wertvolle Sekunden kosten.
10 Der Chefsessel der UNAISF ist ein begehrter Posten. Und obwohl sich sehr viele fähige Personen darum bewarben, konnte er nur an eine vergeben werden. Einer der Verlierer hat sein Ziel aber nicht aus den Augen verloren. Die Person arbeitet weiter für den UN-Sicherheitsrat, hat die besten Beziehungen und würde alles dafür tun, endlich in der UNAISF das Sagen zu haben. Er ist ein verschlagener Politiker und Winkeladvokat. Es ist schwer zu sagen, ob er dabei die Grenze zur Legalität überschreiten würde, aber er bedeutet auf jeden Fall eine Menge Ärger für die Leitung der UNAISF. Er wird vielleicht versuchen, die Special Units auf seine Seite zu ziehen und sie ihrem Chef zu entfremden.
11 Ein Mitarbeiter hat es mit der moralischen Integrität nicht so genau genommen und begonnen Informationen über Außerirdische und sogar Artefakte an den Meistbietenden zu verkaufen. Ein nicht unerheblicher Nebenverdienst, da besonders Sammler gerne Artefakte kaufen und andere Geheimdienste und Organisationen beides erwerben. Diese Nebengeschäfte werden aber zur Gefahr für die UNAISF. Wenn andere Geheimdienste die von der UNAISF gestohlenen Informationen präsentieren, könnte der Gedanke aufkommen, dass sie ausreichen, um die außerirdische Bedrohung zu bekämpfen und die UNAISF aufgelöst werden kann.
12 Etwas Seltsames geht auf der Basis vor. Es gibt einen Bereich (z. B. einen Wartungsschacht oder ein nicht genutzter Raum), in dem Mitarbeiter Stimmen gehört haben wollen, obwohl sich niemand in dem Bereich aufgehalten hat. Aber es sind nicht nur Stimmen, auch andere Geräusche sind hier von Zeit zu Zeit zu vernehmen. Das Licht flackert auf unerklärliche Weise, obwohl die Techniker die Leitungen und Lichtdioden mehrmals überprüft haben- technisch scheint alles in Ordnung zu sein. Der Bereich wird von den Mitarbeitern scherzhaft Phantomzone oder Geisterraum genannt und keiner hält sich hier drin auf, wenn er nichtunbedingt muss. Natürlich sind die Stimmen, Geräusche und Phänomen nie wahrzunehmen, wenn man sie jemandem demonstrieren möchte, was eine tiefergehende Untersuchung bisher verhindert hat. Aber irgendwann wird sich wohl jemand der Phantomzone annehmen müssen, denn es scheint fast so, als wird es schlimmer…

 

Geldgeber/Beziehungen zu den Power Playern

Die UNASIF ist eine Gruppierung der UNO, genauer: des UNO-Sicherheitsrates und als solche Abhängig von der UNO und den Mitgliedsstaaten. Die Abhängigkeit besteht gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen finanzieren die Mitgliedsstaaten alle Operationen der UNAISF. Ohne diese Finanzierung könnte die UNAISF nicht die neuste Technik und Ausrüstung erwerben und einsetzen. Mitarbeiter könnten nicht bezahlt werden.

Zum anderen übt der UN-Sicherheitsrat eine Kontrollfunktion über die UNAISF aus. Die UNAISF wurde nur zu einem Zweck gegründet und der liegt in der Bekämpfung der Außerirdischen. Die Finanzierung und auch die völkerrechtliche Grundlage und damit auch der Fortbestand der UNAISF hängen von der Bewertung des Sicherheitsrates ab. Wenn dieser zu der Auffassung gelangen sollte, dass die Organisation nicht in der Lage ist, die Außerirdischen erfolgreich zu bekämpfen, wird er sicherlich nach anderen Möglichkeiten suchen und die Mittel an andere Stellen dirigieren. Sollte der Sicherheitsrat jedoch zu der Überzeugung gelangen, dass die UNAISF den Kampf gegen die Außerirdischen außerordentlich erfolgreich aufnehmen kann, dann wird er sicherlich die Mittel erhöhen.

Fortbestand oder Untergang der UNAISF sind daher von der Einschätzung des Sicherheitsrates abhängig. In nachgeordneter Instanz auch vom Erfolg im Kampf gegen die Außerirdischen. Der Kampf gegen die Außerirdischen ist nur deshalb von nachgeordneter Bedeutung für die Beurteilung, weil erfolgreiche UNAISF Missionen selten sichtbar sind. Wenn die UNAISF Erfolg hatte, wurden Menschen nicht entführt, Regierungen wurden nicht infiltriert und Militärstützpunkte wurde nicht zerstört. Da die Prüfer des Sicherheitsrates nicht mit in den aktiven Einsatz gehen, fällt ihnen direkt keine Änderung auf und wenn die Außerirdischen geschlagen wurden, „wird es schon nicht so schlimm“ gewesen sein.

Andererseits wird jede Niederlage der UNAISF mehr als deutlich wahrgenommen. Menschen wurden entführt, Militärstützpunkte zerstört und Regierungen beschließen ihre Unterstützung für die UNASIF zurückzuziehen.

Entscheidend für den Fortbestand und die Finanzierung ist daher nicht so sehr der tatsächliche Erfolg, als vielmehr der vom Sicherheitsrat wahrgenommene Erfolg. Und genau hier kommt das diplomatische Korps der UNAISF ins Spiel. Die Diplomaten nehmen die Missionsberichte der UNAISF und versuchen sie dem Sicherheitsrat in einem bestmöglichen Licht darzustellen, so dass er womöglich erst auf die Probleme aufmerksam wird, die durch die Arbeit der UNAISF nicht aufgetreten sind.

 

Einmal im Quartal tritt der UN-Sicherheitsrat zusammen, um über die Fortschritte im Kampf gegen die Außerirdischen und die zukünftige Finanzierung der UNAISF abzustimmen. Dabei werden die Missionsberichte von einem Prüfungsausschuss unter die Lupe genommen und anschließend eine Empfehlung für die Finanzierung ausgesprochen (oder das Einstellen der UNAISF). Es werden alle Missionspunkte, die durch Einsätze im vergangenen Quartal zusammengekommen sind addiert, was den tatsächlichen Erfolg der UNAISF im Kampf gegen die Außerirdischen widerspiegelt. Das diplomatische Korps muss nun versuchen diesen tatsächlichen Erfolg im Prüfungsausschuss auch in einen wahrgenommenen Erfolg umzuwandeln.

Missionserfolge präsentieren: Auffassungsgabe, Diplomatie, 1-6 Tage, schwer (-2).

Wenn kein diplomatisches Korps vorhanden ist, müssen die Spielercharaktere selbst die Präsentation vornehmen. Da sie nicht so gut vernetzt sind in den Kreisen der Reichen und Mächtigen erhalten sie einen WM -2 auf ihre Probe.

Abhängig vom Wirkungsrad der Probe zeigt sich, wie gut die Präsentation war.

Missionen präsentieren

Wirkungsgrad Auswirkung
-6 oder weniger Die Präsentation war ein Desaster. Der wahrgenommene Erfolg des Sicherheitsrates liegt eine Kategorie unter dem tatsächlichen Erfolg.
-5 bis -1 Die Präsentation war durch Lücken geprägt und es findet noch eine Nachprüfung statt.
0 bis +5 Die Präsentation war vielversprechend und der wahrgenommene Erfolg entspricht dem tatsächlichen Erfolg.
6+ Die Präsentation verlief spektakulär und der wahrgenommene Erfolg liegt sogar eine Kategorie über dem tatsächlichen Erfolg.

 

Wenn eine Nachprüfung stattfindet, muss das diplomatische Korps nochmal alle Reserven zusammenkratzen und versuchen die Niederlage doch noch in einen Erfolg zu verwandeln.

Nachprüfung überstehen: Kampfmoral, Diplomatie, 1-6 Tage, schwer (-2).

Sollte die Nachprüfung bestanden worden sein, so entspricht der wahrgenommene Erfolg dem tatsächlichen Erfolg. Sollte diese Probe allerdings ebenfalls misslingen, so liegt der wahrgenommene Erfolg eine Kategorie unter dem tatsächlichen Erfolg.

Der wahrgenommene Erfolg führt dazu, dass das anfängliche Budget von 30 Basispunkten/Quartal modifiziert wird. Wenn das Budget 0 Basispunkte erreicht hat, wurde die Finanzierung eingestellt und die UNAISF wird aufgelöst.

 

Kategorien Missionserfolge

Wahrgenommene Missionspunkte/Quartal Basispunkte/Quartal
-10 oder weniger -6
-6 bis -9 -4
-2 bis -5 -2
1 bis -1 +0
2 bis 6 +1
7 bis 15 +2
16 bis 25 +3
26 bis 35 +4
36 bis 45 +5
46 bis 60 +6
61 oder mehr +8

 

Infiltration einer Regierung

Die verschiedenen Geldgeber der UNO für die UNAISF sind 13 Staaten oder Staatenbündnisse: die Arabische Liga, Brasilien, die Europäische Union, Großchina, Indien, Indonesien, Japan, die Mercosu, Mexico, die Neue Afrikanische Union, die Union für das Mittelmeer, USA und Vietnam.

Wenn zu einem Zeitpunkt eine Regierung dieser Staaten oder Staatenbündnisse durch die Außerirdischen infiltriert wurde, werden sie die Finanzierung der UNAISF einstellen (solange sie infiltriert sind). Das Quartalsbudget sinkt sofort um 10% (aufgerundet, mindestens jedoch 1 Basispunkt) und der Staat scheidet aus dem Prüfungsausschuss der UNAISF aus.

Sollte es der UNAISF gelingen den Staat oder Staatenbund von der außerirdischen Infiltrierung zu befreien, so ist eine Fortsetzung der Finanzierung jedoch nicht garantiert. Der Staat muss erst wieder an den Verhandlungstisch zurück und von der Arbeit der UNAISF überzeug werden. Dazu wird vor dem nächsten Quartalsbericht einmal wie oben eine Diplomatieprobe nötig, um die Missionserfolge zu präsentieren. Ist sie erfolgreich und der wahrgenommene Erfolg liegt mindestens bei 2 oder besser, so steigt der Staat oder Staatenbund wieder mit einer Finanzierung in Höhe der wahrgenommenen Erfolge ein. Diese Finanzierung geschieht zusätzlich zu einer Budgetänderung durch die bestehenden Staaten. Scheitert die Probe oder liegt der wahrgenommene Erfolg bei 1 oder weniger, so steigt der Staat oder Staatenbund noch nicht mit in die Finanzierung ein. Es besteht jedoch eine weitere Möglichkeit bei der nächsten Quartalsprüfung. Dies kann beliebig oft wiederholt werden, bis der Staat oder Staatenbund wieder vollständig in die Finanzierung eingestiegen ist.

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