Nach den Grauen folgt heute eine weitere, bereits erwähnte außerirdische Spezies, mit der die SC im Laufe einer Invasion 2071-Kampagne mit tödlicher Sicherheit zusammentreffen werden.
Die Sirianer
Beschreibung
Im Gegensatz zu den meisten anderen Spezies, besitzen Sirianer nicht nur eine körperliche Form, sondern treten in vielen Formen und Größen auf. Kurz nach ihrer Geburt sind noch alle Sirianer gleich und befinden sich in Larvenform. Ähnlich wie bei Bienen und Ameisen auf der Erde, bestimmt die Art und Menge der zugeführten Nahrung und biologischer Botenstoffe, in welche Richtung sich die Larve entwickelt. Sirianer besitzen einen breiten Genpool und können sich in sehr viele Unterarten weiterentwickeln. Wenn der Reifungsprozess erst einmal begonnen hat, kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Die Gesellschaft der Sirianer ist in Funktionalen aufgebaut. Jede Funktionale besteht aus einer bestimmten Unterart von Sirianern und erfüllt eine bestimmte Aufgabe – daher auch der Name Funktionale. Einige Sirianer reifen zu Anführern heran, andere zu Technikern, wiederum andere zu Piloten oder Soldaten. Die Körper der Mitglieder einer Funktionale sind dabei untereinander relativ gleich und eine Unterscheidung gelingt meistens nur Sirianern, die direkten Kontakt mit den Mitgliedern der Funktionale haben. Mitglieder verschiedener Funktionalen sehen jedoch oftmals ganz anders aus und haben auch unterschiedliche körperliche Attribute.
Ein Vorteil dieser genetischen Ausprägung liegt ganz klar in der hohen Spezialisierung der einzelnen Funktionalen. Jede ist ein Experte auf ihrem Gebiet. Hier zeigen sich aber auch die Nachteile der genetischen Ausprägung. Sirianern ist die Vielseitigkeit, wie sie für Menschen selbstverständlich ist, unbekannt. Eine Funktionale kann nicht die Arbeit einer anderen Funktionalen übernehmen, da ihr das intrinsische Verständnis für deren Arbeit fehlt. Diese Schwäche wurde den Sirianern letzten Endes auch zum Verhängnis, als die Grauen die Verbindungen erkannten und sich auf wenige Funktionale konzentrierten und mit gezielten Schlägen die ganze Gesellschaft lahmlegen konnten.
Das Sirius-Sternensystem ist ein ternäres System und Planeten dort sind einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt. Die Sirianer entwickelten sich daher als unterirdische Rasse, was sich in den Sinnesorganen der meisten Funktionalen widerspiegelt. Fast alle (wenn auch nicht alle) Sirianer besitzen sehr schlechte Augen und können als extrem kurzsichtig bezeichnet werden. Sie besitzen jedoch ein Ultraschallorgan, mit dem sie sich auch an dunklen Orten bestens orientieren können und einen ausgezeichneten Geruchssinn, der auf ihrer Heimatwelt bei der Suche nach Nahrung (vornehmlich Insekten) half.
Viele der bekannten Sirianer-Funktionalen haben einen humanoiden Körperbau, wobei der Oberkörper jedoch Ähnlichkeiten mit einer Kobra aufweist. Verbreiterte Halsrippen und flexible Haut im Halsbereich bilden eine Haube über dem Kopf. Damit endet auch schon die äußerliche Gemeinsamkeit für viele Sirianer-Unterarten. Die kleinsten der bisher bekannten Sirianer sind etwa 50cm groß, die größten erreichen etwa 2,5m.
Insgesamt sind bislang fünf Unterarten bekannt, wobei die Existenz von weiteren nicht ausgeschlossen werden kann. Jede Funktionale besitzt eine eigene Mentalität. Diplomaten sind sehr eloquent, geduldig und Fremden gegenüber aufgeschlossen. Sie werden etwa 160cm groß, haben zwei eher schwächliche Armpaare und ihre Ultraschallwahrnehmung ist nur rudimentär ausgeprägt. Dafür besitzen sie aber ein Gehör, dass dem menschlichen durchaus ebenbürtig ist. Außerdem können sie sich besser im optischen Bereich orientieren, als viele der anderen Funktionalen. Techniker tendieren dazu wortkarg zu sein und unterhalten sich meistens nur fachbezogen. Sie werden gerade einmal 50cm groß und besitzen zwei sehr feingliedrige Armpaare, die zur Feinmanipulation fähig, allerdings nicht sehr stark sind. Die Truppenführer Funktionalen besitzen eine gesteigerte Aggressivität und eine reduzierte Hemmschwelle. Sie werden fast 250cm groß und ihr oberes Armpaar ist sehr kräftig und verfügt über einen zusätzlichen Sporn am Handgelenk, der im Nahkampf wie ein Messer verwendet werden kann. Die Piloten der Funktionalen besitzen ein ausgezeichnetes räumliches Wahrnehmungsvermögen. Ihr Ultraschall reicht soweit wie bei keinem anderen der bisher bekannten Funktionalen. Sie werden etwa 110cm groß und ihre Halsknochen sind besonders breit. Ihre Armpaare hingegen sind zu sehr feinen Manipulationen fähig. Die Arbeiter der Sirianer werden etwa 200cm groß und ihre beiden Armpaare sind sehr stark ausgebildet. Das obere Armpaar ist dabei kräftiger und die Hände sind auch grobschlächtiger als beim unteren Armpaar.
Es scheint weiterhin so, dass die Sirianer untereinander in Stämme aufgespalten sind. Jeder Stamm besitzt eigene Funktionale. Vor dem Krieg gegen die Sirianer waren die Stämme gespalten und bekämpften sich auch oft untereinander (und sei es nur, um den Soldaten ein Ventil zu geben). Erst nach der Eroberung durch die Grauen wurden die Konflikte unter den Stämmen unterdrückt, auch wenn sie nicht ganz verschwunden sind.
Durchschnittliche Attribute eines Arbeiter Funktionalen
| Attribut | Wert |
| Körperkraft | 18 |
| Körperbeherrschung | 14 |
| Auffassungsgabe | 6 |
| Wissen | 5 |
| Wahrnehmung | 8 |
| Kampfmoral | 8 |
| Psionik | 0 |
Vor-/Nachteile
- Ultraschallwahrnehmung
- Geringe akustische Wahrnehmung, Sensorisch Empfindlich, Unflexibel
Durchschnittliche Attribute eines Diplomaten Funktionalen
| Attribut | Wert |
| Körperkraft | 7 |
| Körperbeherrschung | 7 |
| Auffassungsgabe | 12 |
| Wissen | 13 |
| Wahrnehmung | 11 |
| Kampfmoral | 12 |
| Psionik | 0 |
Vor-/Nachteile
- Ultraschallwahrnehmung
- Geringe Ultraschallwahrnehmung, Unflexibel
Durchschnittliche Attribute eines Piloten Funktionalen
| Attribut | Wert |
| Körperkraft | 7 |
| Körperbeherrschung | 16 |
| Auffassungsgabe | 9 |
| Wissen | 6 |
| Wahrnehmung | 18 |
| Kampfmoral | 8 |
| Psionik | 0 |
Vor-/Nachteile
- Ultraschallwahrnehmung
- Geringe akustische Wahrnehmung, Sensorisch Empfindlich, Unflexibel
Durchschnittliche Attribute eines Techniker Funktionalen
| Attribut | Wert |
| Körperkraft | 8 |
| Körperbeherrschung | 12 |
| Auffassungsgabe | 14 |
| Wissen | 17 |
| Wahrnehmung | 10 |
| Kampfmoral | 7 |
| Psionik | 0 |
Vor-/Nachteile
- Ultraschallwahrnehmung
- Geringe akustische Wahrnehmung, Sensorisch Empfindlich, Unflexibel
Durchschnittliche Attribute eines Truppenführer Funktionalen
| Attribut | Wert |
| Körperkraft | 9 |
| Körperbeherrschung | 10 |
| Auffassungsgabe | 10 |
| Wissen | 7 |
| Wahrnehmung | 15 |
| Kampfmoral | 15 |
| Psionik | 0 |
Vor-/Nachteile
- Ultraschallwahrnehmung
- Geringe akustische Wahrnehmung, Unflexibel
Rolle der Sirianer
Die Sirianer sind den Grauen untergeordnet, die sich die hohe Spezialisierung der Sirianer zu Nutze machen, um sie für geeignete Aufgaben einzusetzen.
Durch ihre natürliche Begabung in der räumlichen Wahrnehmung werden sie auch oft als Piloten eingesetzt und so kann man davon ausgehen, dass ein Schiff der Grauen für gewöhnlich von einem Sirianer geflogen wird.
In letzter Zeit übernehmen sie auch mehr und mehr die Rolle von Kommandanten auf dem Schlachtfeld. Damit lösen sie viele Reptilianer ab, die damit nur noch zu reinen Befehlsempfängern degradiert werden. Auch wenn die Sirianer nicht so kampfbereit scheinen wie die Reptilianer, haben sich ihre militärischen Operationen doch als ressourcenschonender erwiesen.
In einer reinen Kampfrolle finden sich Sirianer jedoch selten, da sie an die Repitilianern in Sachen Reaktionsschnelligkeit nicht heranreichen.
Teamzusammensetzungen
In Forschungs-, Ingenieur- oder Konstruktionsteams treten Sirianer in Funktionalen von 3 bis zu 20 Personen auf. Untereinander sind sie eher gleichberechtigt und es gibt keine strenge Hierarchie. Sie wählen jedoch einen permanenten Vertreter, der mit den Grauen kommuniziert und stellvertretend für seine Funktionale die Verantwortung übernimmt.
Als Piloten treten sie einzeln oder in kleinen Funktionalen von bis zu fünf Personen auf, je nach der Größe des zu fliegenden Raumschiffes. Auch hier gibt es keine hierarchische Struktur untereinander, sondern der Erste Pilot wird meistens von den Grauen aufgrund seiner Fähigkeiten und Erfahrung bestimmt.
In Kampfgruppen sind sie meistens die Anführer und umgeben von mehreren Repitilianern und Biodrohnen. In wenigen Fällen werden sie auch als Scharfschützen eingesetzt, was sie ihrer außergewöhnlichen räumlichen Wahrnehmung zu verdanken haben.
Taktiken der Sirianer
Das Verhalten der Sirianer hängt von ihrer Aufgabe ab. Von Natur aus eher friedliebend, ziehen sie die Flucht oder Gefangennahme einem Kampf vor. Dies ist das Verhalten, dass man bei Technikern, Arbeitern und Diplomaten, aber auch bei Piloten beobachten kann. Truppenführer Funktionale weichen einem Kampf hingegen selten aus und können sehr unangenehm werden.
Truppenführer Funktionale sind militärisch sehr geschickt und wissen die Umgebung zu ihrem Vorteil zu nutzen. Aufgrund ihrer Ultraschallwahrnehmung können sie sich auch unter widrigsten Umständen ein klares Bild des Schlachtfeldes machen und Aktionen von Feinden beobachten, die eigentlich getarnt sind. Diesen taktischen Vorteil nutzen sie aus, um effektiv gegen den Feind vorzugehen oder sich nötigenfalls zurückzuziehen.
In einem voll ausgerüsteten Kampfteam wird der Truppenführer ein Sirianer sein und vielleicht noch einen oder zwei weitere Sirianer als Scharfschützen auf strategisch wichtigen Positionen besitzen. Darüber hinaus wird der Truppenführer die ihm unterstellten Reptilianer, Biodrohnen und Genees so effektiv wie möglich einsetzen. Unter Einsatz von Waffen und Sperrfeuer wird er die nahkampfstarken Genees so nah wie möglich an seine Feinde heranzubringen versuchen, während die Scharfschützen auf alles das Feuer eröffnen, das sich aus der Deckung traut.
Wenn die Genees in Nahkämpfe mit den vorderen Reihen der Feinde verwickelt sind, wird versucht die Reptilianer näher an den Feind heranzubringen, während die hinteren Reihen der Feinde mit Sperrfeuer belegt werden.
Sollte es notwendig oder opportun erscheinen, wird ein Sirianer nicht zögern Granaten oder andere flächenwirksamen Waffen auf eine Gruppe Feinde zu werfen, die sich im Nahkampf mit Genees befinden. Sollten die Genees jedoch auch so mit dem Gegner fertig werden, besteht kein Grund sie zu opfern.
Wenn sie überraschend angegriffen werden, wird der sirianische Truppenführer einen taktischen Rückzug versuchen und das Gelände dabei zu seinem Vorteil nutzen, um dann kurze Zeit später in den Gegenangriff überzugehen.
Wenn die Möglichkeit des Rückzuges nicht gegeben ist, wird der Truppenführer versuchen seine Truppen so aufzustellen, dass sie möglichst wenig Verluste hinnehmen und möglichst lange durchhalten, bis ggf. Verstärkung eintrifft.
In ausweglosen Situationen wird ein Sirianer auch kapitulieren, wenn kein anderslautender Befehl der Grauen vorliegt.
Die Hauptwaffe der Sirianer ist das Scharfschützengewehr, das sie mit tödlicher Präzision beherrschen.
Schwachstellen der Sirianer
Eine große Schwäche der Sirianer ist ihre Unflexibilität. Ein Diplomat oder ein Arbeiter kann nicht kämpfen. Sie werden sich zurückziehen. Generell kommt es darauf an, eine Funktionale mit Aufgaben zu belegen, die sie nicht erfüllen kann. Im Kampf gegen Soldaten und Truppenführer Funktionale hilft das natürlich nicht.
Jedoch kann man ihren größten Vorteil versuchen zu negieren, oder zumindest zu mindern: ihre Wahrnehmung. In planetaren Kämpfen kann man versuchen ihre Ultraschallwahrnehmung zu stören, indem man einen sehr starken Ultraschall aussendet und sie so für kurze Zeit taub (bzw. blind) macht. Auch reagieren ihre lichtempfindlichen Augen nicht so schnell auf große Helligkeitsschwankungen. Im besten Fall kann man sie für wenige Sekunden blenden. Blend- und Betäubungsgranaten, die auf lauten Geräuschen und Lichtblitzen basieren, haben bei Sirianern die doppelte Wirkungskraft. Natürlich können sich auch Sirianer mit Einsatzkleidung entsprechend gegen derartige Waffen schützen.
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