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Invasion 2071 ist eine Autorenblog für einen Kampagnenhintergrund, der mit 13Mann/Mongoose Traveller kompatibel ist.

Angefangen hat es mit einer Partie “X-COM 2: Terror from the Deep”. Während ich dabei war, das abgeschossene UFO der Aliens zu säubern (und mich ärgerte, weil ich schon wieder einen Hummermenschen in der Ecke übersehen hatte), wünschte ich mir still und heimlich, einen solchen Hintergrund gäbe es auch für Rollenspiele. Eine kurze Suche im Internet förderte jedoch nichts zu Tage und so beschloss ich selbst einen Hintergrund zu schreiben.

Aber die Inspiration lag natürlich nicht allein bei X-COM, auch wenn das Spiel der Auslöser war. Ich mochte schon immer “V – Die Außerirdischen”, sowohl die Originalserie, als auch in geringerem Maße die Neuauflage. Im Gegensatz zu den Cylonen hatten sie wirklich einen Plan, oder zumindest einen besonderen Grund, warum sie die Erde haben wollten. Ich schaue mir ja gerne Filme an, in denen Außerirdische die Erde erobern wollen, rege mich dann aber jedesmal auf, wenn es keinen Grund gibt, außer dem, dass das Filmstudion eine Menge für SFX ausgibt (Battle: Los Angeles, anyone?). Der Kampagnenhintergrund sollte also definitiv einen triftigen Grund haben, weshalb die Außerirdischen auf die Erde kommen, um sie zu erobern. Es gibt immerhin (vermutlich) tausende oder gar Millionen erdähnliche Planeten in dieser Galaxis. Warum also die Erde? Diese Frage soll im Laufe der Kampagne beantwortet werden. Langsam und Stück für Stück. Die Wahrheit ist ein Puzzle, dass zusammengefügt werden möchte.

Als weitere Inspiration möchte ich  Stargate SG-1 nennen. Obwohl SG-1 andere Welten besucht und nur selten Außerirdische zum erobern vorbeikommen (außer in Staffelfinalen), ist es ja nicht so unähnlich von X-COM. Besonders fasziniert hat mich hieran, dass die menschliche Technik sich im Laufe der Zeit verbessert und auch Alientechnologie mit einfloß. Diesen Aspekt wollte ich auch unbedingt in Invasion 2071 unterbringen.

X-COM, V und Stargate waren wohl sehr starke Einflüsse, aber X-Files, Dark Skies, Falling Skies, Independence Day und viele mehr. Außerdem wollte ich ein Konzept einbauen, dass ich schon seit einiger Zeit verfolge: alternative Kampagnenlösungen. Man kennt das ja vom 08/15-Rollenspiel…Prinzessin wird vom Drachen entführt und Helden werden ausgesandt. Natürlich retten die Helden die Prinzessin (oder werden dabei geröstet), aber so prinzipiell macht es keinen Unterschied, die Prinzessin wird gerettet (Lösung erwünscht, egal wie). Ich will bei Invasion 2071 aber Ereignisse einbauen, die man auf mehrere Arten lösen kann. Und je nachdem, für welche Art die Spieler sich entschieden haben, gibt es entsprechende Nachfolge-Ereignisse. Wenn die Spieler die richtigen Entscheidungen treffen, können sie die Aliens zurückschlagen und deren Technologien stehlen. Wenn sie alles falsch machen, dürfen sie wohl ihre neuen Insektenherrscher willkommen heißen. Und dann gibt es noch den Weg dazwischen…

Um all das zu verwirklichen musste das Traveller-System allerdings etwas modifziert werden. Nicht viel, aber doch ein wenig. Der Kampf musste taktischer werden. Besonders die Initiative-Regelung. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich war noch nie ein großer Fan von Attribute auswürfeln. Das Traveller-System hat einige schöne Elemente in der Charaktererschaffung, wie Ereignisse, Abfindungen und die Möglichkeit andere Spieler schon in den Lebenslauf einzubinden. Aber einige Elemente sind für mich doch zu sehr glückslastig gewesen. Habt ihr euch schon mal sehnlichst einen Medic machen wollen und bliebt auf einem Barbaren-Scout mit STR 7 hängen? Die Charaktererschaffung bedurfte also einer Grundsanierung, ohne die guten Aspekte zu entfernen.

Und last but not least soll das Spiel einen Hauch von Mystery versprühen. Immerhin reden wir hier von einem gigantischen Universum und die Menschheit hat es gerade mal geschafft ihren kleinen Felsen zu erkunden. Sogar die außerirdischen Invasoren kennen nur einen kleinen Teil der Galaxis. Es gibt noch so viel zu sehen und so viele Geheimnisse…

All das ist Invasion 2071.

Ist denn schon alles fertig geschrieben? – Schön wärs. Wir haben schon eine ganze Menge Texte verfasst, aber fertig ist es noch nicht. Jedoch sind wir nun in einer Phase, da es nicht mehr nur ein Hirngespinst ist, sondern konkrete Formen annimmt, die wir gerne mit Euch teilen wollen. An vielen Texten wird noch editiert und weitergeschrieben, aber in der nahen Zukunft wollen wir alles hier online posten. Regeln, Hintergrund, Ausrüstung, etc.

Wir würden uns sehr über Euer Feedback freuen und vielleicht finden Eure Vorschläge ja auch den Weg in die Regeln. :)

Wenn ich “Wir” schreibe, mein ich übrigens die Co-Autoren, die ich glücklicherweise mit einem Roten Hering (Ruhm, Geld, schnelle Autos) ködern konnte: Tobias Freund, der mir schon beim Roboterbuch zur Seite stand und Sascha Lellmann.

 

Und zu guter Letzt, auch wenn es eine Re-Post von Facebook ist,  hier nochmal der dortige Einleitungstext, der auch für den Hintergrund geschrieben wurde.

-Rouven

Invasion 2071 ist ein Science Fiction-Rollenspiel. Es spielt vor dem Hintergrund einer Erde in der nahen Zukunft, die sich von der heutigen Welt gar nicht so sehr unterscheidet. Das Internet und Computer sind sicherlich noch allgegenwärtiger geworden, neue Technologien sind entwickelt worden und kommen zum Einsatz, die heute noch futuristisch anmuten mögen, aber das Gesicht der Welt hat sich nicht stark verändert. Noch immer gibt es Naturkatastrophen, die Auswirkungen des
Klimawandels machen den Menschen zu schaffen, es gibt Hungersnöte in den vielen Regionen der Welt, Warlords verbreiten Angst und Schrecken in armen Ländern, während viele reiche Staaten die Waffen dafür liefern. Die meisten Menschen leben aber sicher in ihren Häusern und gehen geregelt ihrer Arbeit nach.
Es gab einige geopolitische Veränderungen. Sie erzählen vom Aufstieg und Fall Chinas, der nuklearen Katastrophe der USA, dem langsamen Niedergang Europas, aber auch dem Aufstieg neuer Industrienationen, wie Brasilien und Indien, sowie dem Energiemonopolisten Russland. Vor diesem Hintergrund trifft die Menschheit scheinbar zum ersten Mal auf außerirdische Besucher, die in ihren Raumschiffen zur Erde kommen. Sie sprechen von Frieden und einer interstellaren Gemeinschaft, zu der sie die Menschen einladen wollen, aber in Wirklichkeit planen sie die Unterwerfung und letztendlich unsere Auslöschung.

Die Außerirdischen sind aber nicht aufs Geratewohl zur Erde gekommen. Es scheint tausende, sogar Millionen bewohnbare Planeten in der Milchstraße zu geben. Der Grund für das Hiersein der Außerirdischen scheint ein sehr wichtiger zu sein und die Spieler müssen es im Laufe des Spiels herausfinden.

Die Spieler sind Teil einer Geheimorganisation, die schon seit dem UFO-Absturz über Roswell über die Außerirdischen informiert war und nun dem Kampf im Geheimen aufnimmt. Eine direkte Konfrontation wäre aussichtslos, angesichts der überlegenen Technik der Außerirdischen, aber langsam, Stück für Stück, soll es den Spielern und der Geheimorganisation gelingen, Informationen und Technik der Außerirdischen zu stehlen, sie für die Menschheit nutzbar zu machen, den wahren Grund ihres Hierseins zu lösen – und sie vielleicht auch zu vertreiben und das Tor zu den Sternen für die Menschheit aufzustoßen.

Der Sieg der Menschheit und damit der Spieler ist aber keineswegs sicher. Es sind von Beginn an drei Pfade für eine mögliche Zukunft vorgesehen. Eine, in der es bestens für die Menschheit läuft, eine weitere, in der fast alles schief gegangen ist, was schief gehen kann und eine dritte Realität, die wohl irgendwo zwischen den ersten beiden Extremen liegt. Welche mögliche Zukunft für die Spieler Realität wird, entscheidet nicht der Spielleiter, sondern die Spieler selbst mit den Dingen, die sie tun – oder auch nicht.

Während des Spiels bauen die Spieler die Geheimorganisation weiter aus. Ihre Erfolge und Misserfolge entscheiden auch über Wohl und Wehe der Geheimorganisation. Es gibt eine Basis, die schon zu Beginn vorhanden ist und auch mit der Zeit verbessert werden kann. Die Basis dient dem Spielleiter nicht nur als einfaches Vehikel, um den Spielercharakteren Aufträge und Missionen zu erteilen, sondern sie gibt den Charakteren während der Mission auch echte Vorteile, wie verbesserte Wurfmodifikatoren, zusätzliche Würfel, etc.

Mit dem Ausbau wird aber nicht nur bessere Technik verbaut, sondern vor allem müssen die richtigen Personen eingestellt werden. Wissenschaftler, welche die geklauten außerirdischen Technologien verstehen und rekonstruieren können. Techniker, welche den Charakteren die neusten Waffen und Ausrüstung zur Verfügung stellen. Militärs, welche Kampftechniken und Kontakte im Bereich Militär vermitteln können. Mediziner, die verletzte Charaktere wieder zusammenflicken und
nicht zuletzt auch Diplomaten, welche die notwendigen Gelder für die Geheimorganisation besorgen.

Eine Organisation besteht aus Menschen, nicht aus Räumen.

Aber auch der Kampf spielt eine wichtige Rolle bei Invasion 2071. Es wurden mehr taktische Elemente eingebaut. Es kann eine Karte mit Figuren verwendet werden, um taktische Bewegungen im Kampf festzuhalten. Das Spiel mit der Karte ist nicht notwendig, wird aber unterstützt. Ebenso wird der Kampf mit Fahrzeugen unterstützt. Es wird vermutlich nicht selten vorkommen, dass Spielercharaktere ein UFO jagen oder (wohl noch häufiger), die Spielercharaktere von UFOs gejagt werden.

Invasion 2071 beschränkt sich nicht nur auf Schauplätze auf der Erdoberfläche, sondern bietet vielfältige Möglichkeiten für Missionsschauplätze: Orbitalstationen, Mondkolonien, Flüge zum Mars oder auch Jupiter, Unterwasserhabitate und letztlich auch andere Sonnensysteme und Planeten.

Neben den vielen Missionsschauplätzen sind die Missionstypen ebenso vielseitig. Es gibt Infiltrationsmissionen, Kampfmissionen, Rettungsmissionen, diplomatische Missionen, Suchmissionen, soziale Missionen, Beschaffungsmissionen, Extraktionsmissionen und viele mehr.

Und wer genau liest, entdeckt vielleicht auch das ein oder andere Geheimnis auf diversen Kontinenten, die rein gar nichts mit den Außerirdischen zu tun haben und auf Lösung warten…

 

 

4 Antworten auf Willkommen bei Invasion 2071. Worum gehts hier?

  • Pingback: Invasion 2071 | Rollenspiel-Almanach - Im Angesicht des Würfels

  • Pingback: Autorenkollegen bloggen – Neues Traveller-Setting erscheint online! | active underground

  • Fergnaz sagt:

    Hallo!
    Erst mal herzlichen Glückwunsch zu Eurem Projekt, das ja nun langsam Form annimmt!
    Habe gerade mal kurz die eingestellten Texte überflogen und war vom Konzept zunehmend angetan. Was zunächst vom Hintergrund etwas “altbacken” rüberkommt (nach dem Motto: Spielen wir “Akte X” oder “V” nach und zeigen es dann den Aliens mit größeren Kanonen, als sie Mulder & Co. jemals hätten tragen können! ;-) , erweist sich im Detail – zumindest nach meiner Erfahrung im Rollenspiel-Genre – als durchaus innovativ und mit einigen faszinierenden Ideen. Was ich besonders interessant finde, ist die Sache mit der Geheimorganisation, an deren Leitung und Ausbau die SC aktiv teilnehmen. Wird es diesbezüglich spieltechnische Werte geben? So was dürfte dankenswerterweise vom oft monotonen “Auftrag erhalten – Auftrag ausführen – SL liest Abspann vor” wegführen. Auch die Konzepte von Forschung und Entwicklung, an denen die SC mitwirken und damit das Setting verändern können, sind interessant. Die meisten Spielwelten sind ja doch mehr oder weniger stark “zementiert” und schließen (auch spieltechnisch) zeitliche Entwicklungen aus (Elfen schießen seit tausenden von Jahren mit den gleichen Bögen, bei Jedis Lichtschwert ändert sich allerhöchstens mal die Farbe!). Außerdem könnte den sonst doch eher marginalen Soft-Skills wie z.B. Wissenschaft oder Finanzwesen eine größere Bedeutung zukommen. Denn eine autarke Geheimorganisation müsste von den Fundraising-Fähigkeiten seiner Mitglieder abhängig sein, und ich kann mir vorstellen, dass ein findiger Wissenschaftler aus einem erbeuteten Alienartefakt mehr rauszuholen versteht, als nur das Wissen über dessen Bedienung.
    Des weiteren, wo ich die Tabelle zur Alterung des SCs gesehen habe: Vielleicht wäre es auch spannend, dieses Konzept stärker miteinzubeziehen, d.h. der Spieler muss sich rechtzeitig um einen Nachfolger für seinen alternden SC in der Organisation kümmern (komisch – noch keiner meiner SCs ist jemals an Altersschwäche gestorben ;-) . Das ist ja auch der Vorteil der Greys, dass sie theoretisch unsterblich sind und damit wahrscheinlich auch in anderen Zeitkategorien denken und planen werden. Könnte mir also gut vorstellen innerhalb einer 100jährigen Kampagne drei oder mehr Generationen an SCs aufeinander folgen zu lassen.
    Also, bitte weitermachen!

    • Rouven sagt:

      In der Tat haben wir Regeln zur Verwaltung der Organisation bzw. Basis erstellt. Neben dem Ausbau der Basis oder weiterer Basen geht es auch um die Mittelbeschaffung, die in direktem Zusammenhang mit dem wahrgenommenen Erfolg im Kampf gegen die Außerirdischen steht.
      Für die Erforschung müssen Gegenstände oder Aliens auf Missionen beschafft werden, die Basis eine spezielle Ausbaustufe haben und/oder ein spezieller NSC als Wissenschaftler angeheuert werden, weil nur ihm die zündende Idee kommt (Wo ist der Wissenschaftler gerade? Weiß er über die wahren Absichten der Aliens bescheid? Muss er erst überzeugt werden? Wird er gefangengehalten von den Aliens ..). Es gibt dazu “technische Entwicklungsbäume”.

      Ein generationenübergreifendes Spiel ist mir persönlich noch nicht in den Sinn gekommen, aber jetzt wo du es sagst, wäre es natürlich möglich. Rein Regeltechnisch. Warum es dann leider doch nicht so lange geht, erfährst du, wenn die Hintergründe offenbar werden. :-)

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