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Wenn Du willst dass etwas richtig getan wird, mach es selbst!

Hinweis: Dies soll keine Anleitung oder Ermunterung zum Bau von Bomben sein! Nicht vergessen: Invasion 2071 ist nur ein Spiel :)

 

Sprengstoff

Sprengstoff wird nicht nur als Treibmittel in Schusswaffen und Raketen oder in Sprengköpfen von Bomben und Granaten verwendet, sondern wird auch in seiner reinen Form verwendet. Die hier dargelegten Regeln beziehen sich in erster Linie auf den Einsatz von Sprengstoffen zur Beseitigung von Hindernissen, der Zerstörung von Hartzielen und der Verwendung als improvisierte Bomben. In speziellen Gefechtsköpfen kann die Wirkung eines Sprengstoffes durch Form, Zusammensetzung und die Beschaffenheit des Sprengkopfes erheblich höher liegen. Obwohl auch einfache Sprengladungen durch umherfliegende Trümmer eine beachtliche Splitterwirkung entfalten können, liegt diese in der Regel unter der einer Splitterbombe vergleichbarer Sprengkraft. Schäden durch die Druckwelle der Detonation, Splitter und Feuer sind in den Schadenswerten bereits berücksichtigt. Wenn Sie getrennte Werte benötigen, verwenden Sie die 3-2-1-Regel (3 Teile Druckwelle, 2 Teile Feuer, 1 Teil Splitter). Bei einer Explosion mit einer Sprengkraft von 1.000 würde sich also der Gesamtschaden von 12W6 aus 6W6 Druck-, 4W6 Feuer- und 2W6 Splitterschaden zusammensetzen. Dies mag nicht zwangsläufig tatsächlichen Begebenheiten entsprechen, lässt sich dafür aber relativ leicht im Spiel umsetzen. Brüche sollten abgerundet und evtl. fehlende Würfel dem Druckschaden zugeteilt werden. Der Mindestschaden beträgt 1.

Der effektive Umgang mit Sprengstoffen erfordert einen erfolgreichen Fertigkeitswurf Sprengstoff.

Eine vorbereitete Sprengladung effektiv platzieren: Wissen, 1-6 Sekunden, Routine (+2).

Bei Erfolg lässt sich die genaue Sprengwirkung durch folgende Formel bestimmen: Menge x (rE + Wirkungsgrad). Sie errechnet sich also aus der Menge des eingesetzten Sprengstoffs in Kilogramm, die mit der Summe aus der relativen Effektivität und dem Wirkungsgrad des Fertigkeitswurfes multipliziert wird. Die relative Effektivität (rE) ist ein Vergleichswert für die Effektivität von Sprengstoffen und bezieht sich auf eine Referenzladung von 1 kg. Die Durchschlagskraft ist direkt von der Anzahl der zur Bestimmung des Schadens verwendeten Anzahl an Würfeln abhängig und reduziert die Panzerung des Ziels um den angegebenen Wert. Für jedes Vielfache des unter Wirkungsradius aufgeführten Wertes an Entfernung zwischen einem Ziel und dem Zentrum der Explosion sinkt der Personenschaden um einen Würfel. Der Schaden und die Durchschlagskraft an Fahrzeugen und Basen sind den entsprechenden Spalten hinter dem Personenschaden zu entnehmen. Wenn also der Personenschaden aufgrund der Entfernung zum Detonationsmittelpunkt abnimmt, so reduziert sich auch die Auswirkungen gegenüber Fahrzeugen und Basen. Zur Bestimmung des Wirkungsradius wird immer die tatsächliche Sprengwirkung herangezogen, auch wenn der Personenschaden mit der Entfernung abnimmt. Sprengwirkung und Wirkungsradius sind also fest miteinander verbunden.

In Bezug auf ihre Schadenswirkung und Durchschlagskraft gelten Sprengstoffe als Schwere Waffen. Dies ist in untenstehender Tabelle bereits berücksichtigt worden.

 

Sprengwirkung Personenschaden Fahrzeugschaden Basisschaden Wirkungsradius
0,49 - 1W6 (1) 0 (-) 0 (-) 1 Feld (1,5 m)
0,5 – 0,9 2W6 (2) 1W6/3 (-) 0 (-) 1 Feld (1,5 m)
1,0 – 2,4 3W6 (3) 1W6/2 (0) 1 (0) 2 Felder (3 m)
2,5 –4,9 4W6 (4) 1W6/2 (0) 1 (0) 3 Felder (4,5 m)
5,0 – 9,9 5W6 (5) 1W6 (1) 1 (1) 3 Felder (4,5 m)
10,0 – 19,9 6W6 (6) 1W6+1 (1) 1 (1) 4 Felder (6 m)
20,0 – 49,9 7W6 (7) 1W6+2 (1) 1 (1) 4 Felder (6 m)
50,0 – 99,9 8W6 (8) 1W6+3 (1) 2 (1) 5 Felder (7,5 m)
100,0 -199,9 9W6 (9) 1W6+4 (1) 2 (1) 5 Felder (7,5 m)
200,0 – 499,9 10W6 (10) 2W6 (1) 2 (1) 6 Felder (9 m)
500,0 – 999,9 11W6 (11) 2W6+1 (1) 2 (1) 6 Felder (9 m)
1.000,0 – 1.999,9 12W6 (12) 2W6+2 (1) 3 (1) 7 Felder (10,5 m)
2.000,0 – 4.999,9 13W6 (13) 2W6+3 (1) 3 (1) 7 Felder (10,5 m)
5.000,0 – 9.999,9 14W6 (14) 2W6+4 (1) 3 (1) 8 Felder (12 m)
10.000,0 + 15W6 (15) 3W6 (2) 3 (2) 8 Felder (12 m)
x2 +2W6 (+1) +2 (+1) +1 (+1) +2 Felder (3 m)

 

Beispiel: Eine Ladung von 10 kg TNT (rE = 10) hat bei einem erfolgreichen Fertigkeitswurf mit einem Wirkungsgrad von 2, eine relative Effektivität von 12 (10 +2). Die Sprengwirkung beträgt demnach 120. Alle Personen im Radius von 5 Feldern erleiden 9W6 Schaden und ihre Rüstung wird um bis zu 9 Punkte reduziert. In einer Entfernung von 11 Feldern würde der Personenschaden auf 7W6 sinken. Die Durchschlagskraft liegt dann nur noch bei 7. Ein Fahrzeug mit demselben Abstand zur Explosion nähme 1W6+2 Schaden (Durchschlagskraft 1). Außerhalb eines Radius von 45 Feldern stellt der Sprengsatz keine ernsthafte Gefahr mehr da.

 

Sprengstoffmerkmale:

instabil: Die Handhabung des Sprengstoffs ist mit erheblichen Gefahren verbunden, da er bereits durch äußere Einflüsse (v.a. Hitze oder Stöße) zur Explosion gebracht werden kann. Ist das Ergebnis einer Fertigkeitsprobe zum Bau einer Sprengladung ein knapper Fehlschlag (Wirkungsgrad -1), so wird diese nicht zünden. Bei einem größeren Fehlschlag (Wirkungsgrad -2 oder weniger) kann der Sprengsatz sogar detonieren, wenn der Spieler sich gegen einen Einsatz von Charakterpunkten entscheidet. Entscheidet er sich aber dafür, dann kann er entweder den gescheiterten Wurf wiederholen oder den Fehlschlag in einen knappen Fehlschlag umwandeln (Spielerentscheidung).

stabil: Der Sprengstoff ist weitgehend unempfindlich gegen äußere Einflüsse (Feuer, Hitze, Stöße) und erfordert zur Zündung eine Sprengkapsel. Eine versehentliche Zündung während des Baus oder der Platzierung ist so gut wie ausgeschlossen. Gescheiterte Fertigkeitsproben beim Bau der Sprengladung resultieren lediglich darin, dass diese bei Auslösung nicht detoniert.

unzuverlässig: Die Zusammensetzung des Sprengstoffes macht in anfällig gegenüber Feuchtigkeit (oder anderen Einflüssen). Ist das Ergebnis einer Fertigkeitsprobe zum Bau einer Sprengladung ein knapper Fehlschlag (Wirkungsgrad -1 oder weniger), so wird diese nicht zünden.

zuverlässig: Der Sprengstoff ist unempfindlich gegenüber Einflüssen wie z.B. Feuchtigkeit. Nur wenn das Ergebnis einer Fertigkeitsprobe zum Bau der Sprengladung ein katastrophaler Fehlschlag (Wirkungsgrad -6 oder weniger) ist, wird diese nicht zünden.

 

Verbreitete Sprengstoffarten

Sprengstoff rE1 Kosten pro kg Verfügbarkeit
Ammoniumnitrat 6 (4 – 8 ) 5 3
Plastiksprengstoff 15 (13 – 17) 50 6
Schwarzpulver 4 (3 – 5) 4 3
TNT 10 30 5

1) Durchschnittliche relative Effektivität (in Klammern mögliche Schwankungen aufgrund von Mischung, Feuchtigkeit, Verdichtung etc.).

 

Ammoniumnitrat: Diese Klasse fasst verschieden Sprengstoffe zusammen, wie beispielsweise ANFO (a. d. Engl.: Ammonium Nitrate Fuel Oil) oder ANNM (AmmoniumNitrat NitroMethan). Hauptbestandteil ist immer Ammoniumnitrat, welches mit einem Kohlenstoffträger und zum Teil weiteren Substanzen vermischt wird. Ammoniumnitrat-Sprengstoffe sind in ihrer Explosivkraft nicht mit militärischen Sprengstoffen vergleichbar, lassen sich aber relativ einfach und vor allem konkurrenzlos billig herstellen, weshalb sie sich nicht nur im gewerblichen Bereich, sondern auch in terroristischen Kreisen großer Beliebtheit erfreuen. Der industriell produzierte Sprengstoff ist allerdings zumeist leistungsstärker (rE 7-8) und stabiler, als in den Garagen und Kellern zusammengemischte Varianten (rE 4-6).

Merkmal: instabil, unzuverlässig

Herstellung einer improvisierten Ammoiumnitrat-Sprengladung: Wissen, 1-6 Stunden, durchschnittlich (+0).

Plastiksprengstoff: Dies ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe ähnlicher Sprengstoffe (auf Basis von Hexogen, Nitropenta oder anderen Explosivstoffen), die sich zum einen durch ihre plastische Formbarkeit, zum anderen durch eine hohe Handhabungssicherheit auszeichnen. Plastiksprengstoff ist unempfindlich gegen Stöße, Reibung, elektrische Entladungen und selbst bei hohen Temperaturen verbrennt es lediglich, statt zu explodieren. Zur Zündung sind Sprengkapseln oder eine Kombination aus extremer Hitze und einer sehr starken Schockwelle erforderlich. Unter normalen Umständen wird gängiger Plastiksprengstoff aber eher einfach verbrennen als explodieren, wenn er Feuer ausgesetzt ist.

Merkmal: stabil, zuverlässig

Schwarzpulver: Das Schwarzpulver ist der älteste Sprengstoff, der vornehmlich in einfachen Raketen, Feuerwerkskörpern und frühen Schusswaffen und Kanonen zum Einsatz kam. Ähnlich wie ANC-Sprengstoff lässt es sich einfach und sehr billig produzieren, und obwohl die Sprengkraft im Vergleich zu den meisten anderen Sprengstoffen eher gering ist, können größere Menge Schwarzpulver dennoch größeren Schaden anrichten. Seine Zuverlässigkeit (nicht zuletzt aufgrund seiner feuchtigkeitsanziehenden Eigenschaften) lässt jedoch stark zu wünschen übrig, und auch wenn es recht unempfindlich gegen Schläge, Stöße, Reibung und elektrische Entladung ist, kann es durch Feuer aufgrund seiner niedrigen Zündtemperatur sehr leicht entzündet werden. Geringe Mengen (< 1kg) Schwarzpulver müssen zudem erst stark verdichtet werden, damit sie explodieren und nicht nur einfach abbrennen.

Merkmal: instabil, unzuverlässig

Herstellung einer improvisierten Schwarzpulver-Sprengladung: Wissen, 1-6 Stunden, Routine (+2).

TNT: Trinitrotoluol (kurz TNT) wurde bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hergestellt und wird seither sowohl im zivilen, wie auch militärischen Bereich verwendet. Sein Einfluss besonders in der Militärtechnik war so groß, dass auch im 21. Jh. die Sprengkraft von Explosionen in TNT-Äquivalenten angegeben wird. Trotz hoher Herstellungskosten machten seine hohe Handhabungssicherheit und die Möglichkeit der Verflüssigung und des Gießens in beliebige Formen, das TNT zu einem der beliebtesten militärischen Sprengstoffe. Es findet sich vor allem in Bomben, Granaten und Minen. Zur Zündung wird eine Sprengkapsel benötigt, was TNT relativ sicher in der Handhabung macht.

Merkmal: stabil, zuverlässig

 

Beispiele für Sprengladungen

Typ Sprengwirkung Gewicht Kosten
Autobombe (500 kg) 3.000 500 kg 2.500
Rohrbombe 2 1,0 kg 5
Schneidladung 60 (gerichtet) 5,0 kg 250
Sprengladung (militärisch) 4 0,3 kg 20
Sprengladung (zivil) 5 0,5 kg 25

 

Autobombe:  Die „typische“ Autobombe besteht aus mehreren hundert Kilogramm selbstgemischtem Ammoniumnitratsprengstoff, der im Kofferraum eines Wagens oder Transporters vor dem Zielobjekt abgestellt und mittels Fern- oder Zeitzünder zur Detonation gebracht wird.

Rohrbombe: Ein mit 500g verdichtetem Schwarzpulver gefülltes und an beiden Enden verschlossenes Metallrohr, welches durch eine Zündschnur (Verzögerung zwischen 3-5 Sekunden) gezündet wird. Aufgrund der Bauweise richtet sie auch außerhalb ihres eigentlichen Wirkungsbereiches in bis zu 10 m Umkreis 1W6 Schaden (Splitterwirkung) an.

Schneidladung: Bei einer Schneidladung handelt es sich um eine ummantelte und speziell geformte Sprengladung (4 kg Plastiksprengstoff), die den größten Teil ihrer Explosivwirkung in eine Richtung abgibt. Der Wirkungsradius der Sprengladung wird halbiert (abrunden), die Durchschlagskraft wird verdoppelt (oder beträgt 1, je nachdem was höher ist). Ihr Wirkungsprinzip ist mit einer Hohlladung vergleichbar, und sie wird sowohl im zivilen, als auch militärischen Bereich zum Durchtrennen von Stahl- oder Stahlbetonträgern verwendet. Zur Detonation sind eine Sprengkapsel und ein Satz Zünder erforderlich.

Vorgefertigte Sprengladung (militärisch): Dieser kleine Block Plastiksprengstoff (250g) wurde bereits mit Sprengkapsel und Zündern (Zeit- und Fernzünder) versehen und kann sofort eingesetzt werden. Für die meisten Anwendungen ist die Menge des Sprengstoffes ausreichend, bei Bedarf lassen sich aber auch mehrere der Blöcke zu einer Ladung verbinden. Zur Detonation sind dann lediglich eine Sprengkapsel und ein Satz Zünder erforderlich.

Vorgefertigte Sprengladung (zivil): Ein mit 500 g TNT gefüllter Stab, wie er bei der Sprengung von Gebäuden oder in Minen zum Einsatz kommt. Er wird ohne Zünder oder Sprengkapsel geliefert.

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