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In einer perfekten Welt würden hinterlistige Sprengfallen und Minen wohl gemeinhin geächtet sein. Die Welt im Jahr 2071 ist aber bedauerlicherweise nicht perfekt.

 

Minen

Obwohl Minen bereits seit Jahrzehnten international geächtet sind, finden sich in den Arsenalen vieler Staaten auch im Jahr 2071 immer noch Minen unterschiedlicher Typen. Generell kann zwischen einfachen (ungerichteten) Minen und Richtminen unterschieden werden.

Einfache Minen werden im zu sichernden Gebiet versteckt ausgelegt und warten dann, dass sie von einem hindurch ziehenden Feind aktiviert werden. Die Auslösung erfolgt immer autonom und alle im Wirkungsbereich der Mine befindlichen Ziele werden automatisch getroffen (Der Schaden wird für jedes Ziel separat bestimmt).

Eine Richtmine hingegen konzentriert ihre Wirkung in eine bestimmte, eng begrenzte Richtung, sodass nur das eigentliche Ziel von der Wirkung der Waffe erfasst wird. Sie wird entweder direkt von einem Bediener oder durch autonome Auslöser aktiviert. Für den Angriff wird die Zielgenauigkeit der Mine anstelle einer Fertigkeit und eines zugehörigen Attributes verwendet. Der Angriff wird lediglich noch durch Entfernung und Deckung modifiziert.

Aufgrund der großen Typenvielfalt können nur generische Typen angegeben werden. Die Einträge Auslöser und Sprengkopf beschreiben, welche Arten am häufigsten zum Einsatz kommen. Normalerweise verfügt eine einfache Mine aus Kostengründen lediglich über eine Art von Auslöser, fortschrittlichere Versionen können aber auch zwei oder mehr besitzen.

Minen besitzen einen oder mehrere der folgenden Auslöser und Sensoren, die bereits in den Kosten der Mine enthalten sind:

Akustiksensor: Moderne Akustiksensoren können auf bestimmte Geräuschmuster (z.B. Motorengeräusche) programmiert werden. Sie schalten den eigentlichen Zünder der Mine (meist eine Laserschranke) erst dann scharf, wenn sie das vorgegebene Geräusch identifizieren konnte.

Bewegungszünder: Dieser Zünder wird meist als  Räumschutz, d.h. als Gegenmaßnahme zur Entschärfung von Minen durch feindliche Einheiten verwendet. Ein sehr empfindlicher Sensor reagiert nach der Aktivierung des Räumschutzes bereits auf minimale Bewegungen der Mine, was eine sofortige Explosion zur Folge hat (-8 WM auf alle Entschärfungsversuche).

Druckzünder: Die Mine wird erst ab einem bestimmten, auf sie einwirkenden Druck ausgelöst. Dies kann von wenigen Kilogramm (im Falle von Antipersonenminen) bis hin zu einigen hundert Kilogramm oder gar Tonnen (bei Panzerabwehrminen) reichen. Der  Sensor kann direkt in der Mine verbaut oder per Kabel (siehe Zubehör: Lichtwellenleiter) mit dieser verbunden sein.

Erschütterungssensor: In der Funktionsweise und Anwendung dem Akustiksensor sehr ähnlich, reagiert der Erschütterungssensor auf bestimmte, vorprogrammierte Erschütterungsmuster. Er kann zur Aktivierung eines anderen Zünders oder auch als Direktzünder eingesetzt werden.

Entlastungszünder: Auch dieser Zünder ist primär als Räumschutz konzipiert (siehe Bewegungszünder). Sobald die Mine auch nur leicht angehoben wird, sinkt der Druck auf den Entlastungszünder und dieser löst dann unmittelbar die Detonation der Mine aus (-4 WM auf alle Entschärfungsversuche).

Fernzünder: Die Zündung oder Aktivierung der Mine wird aus der Ferne mittels eines Funksignals (z.B. durch einen Fernauslöser oder Zündcomputer) oder durch einen kabelgebundenen Handauslöser ausgelöst. Fern- und Handauslöser, sowie Zündcomputer finden Sie unter Minen- und Sprengzubehör.

IFF (Identification Friend Foe, dt. Freund-Feind-Erkennung): Manche Minen werden auch mit fortschrittlicher Freund-Feind-Erkennung ausgestattet. Hierzu scannt die Mine vor einer Aktivierung nach Transpondersignalen verbündeter Einheiten und führt die Detonation nur aus, wenn sich keines dieser Signale innerhalb des Gefahrenbereichs befindet.

Infrarotsensor: Ein Infrarotsensor kann auf in der Nähe befindliche Infrarotsignaturen reagieren und entweder den eigentlichen Zündmechanismus (z.B. eine Laserschranke) aktivieren oder auch direkt die Mine detonieren lassen.

Laserschranke: Eine Laserschranke besteht aus einem kleinen Laseremitter und dem mit dem Auslöser der Mine verbundenem Empfänger. Sobald der Laserstrahl unterbrochen wird, aktiviert sich der Zünder der Mine. Da auch schon kleinste Unterbrechungen die Zündung auslösen, wird die Laserschranke in der Regel erst durch andere Sensoren aktiviert (z.B. Akustik-, Infrarot- oder Erschütterungssensor).

Magnetzünder: Der Zünder wird durch größere Änderungen im Magnetfeld, wie sie beispielsweise von vorbeifahrenden Fahrzeugen oder Minensuchgeräten erzeugt werden, ausgelöst.

Zeitzünder: Dieser Zünder wird in der Regel zur Selbstzerstörung von Minen verwendet, kann aber auch für eine zerstörungsfreie Abschaltung der Mine genutzt werden. Die einstellbare Zeit kann zwischen einer Stunde und bis zu 30 Tagen (Werkseinstellung) frei gewählt werden. Längere Zündverzögerungen sind aufgrund internationaler Abkommen verboten.

Zugzünder: Dieser Zünder wird durch einen Stolperdraht ausgelöst, der ab einem bestimmten Zuggewicht aktiviert wird.

 

Auslegen, entdecken und entschärfen von Mine

Das Auslegen einer Mine ist in der Regel eine einfache Sache. Erst einmal ausgelegt, werden die meisten Minen nach einer bestimmten Zeit, über ein Funksignal aus der Entfernung oder manuell (mit sofortiger Wirkung) scharf geschaltet. Die größte Herausforderung besteht in der effektiven Platzierung und Tarnung:

Landmine taktisch günstig platzieren: Taktik, Wissen, 1-6 Minuten, durchschnittlich (+0).

Eine erfolgreiche Probe erhöht die Schwierigkeit zur Entdeckung um den Wirkungsgrad der Probe (Malus in Höhe des Wirkungsgrades). Zur Vereinfachung dieser Prozedur können Sie auch einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 2 ansetzen (-2 WM).

 

Eine Mine zu entdecken stellt die Grundvoraussetzung zu ihrer Umgehung oder Entschärfung dar:

Entdeckung einer Landmine: Wahrnehmung, 1-6 Minuten, durchschnittlich (+0).

Die Entdeckung kann (je nach Mine) durch Detektoren oder Spürhunde erleichtert werden. Ein ChemSniffer gewährt beispielsweise einen +2 WM auf die Probe, während ein Metalldetektor bei den überwiegend aus Kunststoffen bestehenden Minen häufig nur einen +1 WM bereitstellt (siehe Sensoren). Ein Spürhund ist zwar wesentlich effektiver (+4), ermüdet allerdings nach relativ kurzer Zeit  (1-6 Minuten) und kann erst nach längeren Pausen (10-60 Minuten) wieder eingesetzt werden.

 

Wurde eine versteckte Mine erst einmal entdeckt, muss diese (je nach Zündmechanismus) entweder entschärft werden oder kann einfach umgangen werden.

Entschärfung einer Landmine: Sprengstoff, Wissen und Körperbeherrschung, 1-6 Minuten, schwierig (-2).

Manche Minen besitzen einen zusätzlichen Sensor, der eine Entschärfung erheblich erschwert. Minen mit einem Entlastungszünder erhöhen die Schwierigkeit der Probe auf sehr schwierig (-4), während solche mit Bewegungssensor so empfindlich sind, dass eine gefahrlose Entschärfung so gut wie aussichtslos wird (-8).

Schlägt ein Entschärfungsversuch um mehr als zwei Punkte fehl (Fehlschlag), so detoniert die Mine. Ein knapper Fehlschlag führt zwar nicht zur Explosion der Mine, erhöht aber die Schwierigkeit einer Wurfwiederholung um einen Punkt.

 

Zu den häufigsten Minenarten zählen:

Antipanzermine

Diese einfache Antipanzermine wurde speziell für die Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge konstruiert. Ihre Flächenwirkung ist vergleichsweise gering, da die Explosion weitgehend nach oben gerichtet ist. Im Gegensatz zu einer Richtmine muss das Ziel die Mine überfahren, damit sie vollen Schaden anrichten kann. Antipanzerminen bestehen nahezu vollständig aus Kunststoff, was eine Ortung mittels Metalldetektoren erschwert (-2 WM).

Auslöser: Zeitzünder, sowie ein Druck- oder Magnetzünder

Sprengkopf: HEAT oder HEDP

Schaden: 6W6 (KK/KB)

Wirkungsbereich: Einzelziel

Gewicht: 2 kg

Kosten: 500 WCU (HEAT) / 400 WCU (HEDP)

Verfügbarkeit: 7

 

Antipanzerluftmine

Diese intelligente Antipanzermine verfügt über Akustik- und Erschütterungssensoren, mit denen sie ihre Umgebung überwacht. Nähert sich ein potentielles Ziel im Umkreis von 200 m der Mine, so schleudert diese den eigentlichen Sprengsatz in die Höhe. Infrarotsensoren lenken ihn anschließend mittels Gleitflossen von oben ins Ziel. IFF-Sensoren verhindern die versehentliche Auslösung, während ein Entlastungszünder eine Räumung verhindern soll. Die Mine kann aus bis zu 2,5 km Entfernung aktiviert werden oder sich per Zeitzünder nach einer festgelegten Zeit selbst vernichten.

Die Antipanzerluftmine kann gepanzerte Fahrzeuge in mittlerer bis großer Entfernung angreifen.

Auslöser: Akustiksensor, Entlastungszünder, Erschütterungssensor, Fernzünder, IFF und Zeitzünder

Sprengkopf: HEAT

Reichweite: Fernkampf (Raketen), groß (200 m)

Zielgenauigkeit: +2

Schaden: 8W6 (KK/KB)

Wirkungsbereich: Einzelziel

Gewicht: 15 kg

Kosten: 1.500 WCU

Verfügbarkeit: 9

 

Antipanzerrichtmine

Die Antipanzerrichtmine ist ein einmal verwendbarer, autonomer Kurzstreckenraketenwerfer, der zur Bekämpfung von Fahrzeugen eingesetzt wird. Die Mine ist so konstruiert, dass sie nur von Zielen ab einer bestimmten Größe ausgelöst wird. Um zu verhindern, dass die Mine von feindlichen Einheiten entschärft wird oder in deren Besitz gerät werden die meisten Antipanzerrichtminen mit einem Selbstzerstörungsmechanismus versehen (-4 WM auf alle Entschärfungsversuche).

Auslöser: Entlastungs- und Zeitzünder, sowie ein Sensor (Akustik-, Erschütterungs- oder Infrarotsensor) und ein Zündmechanismus (Druckzünder mit Lichtwellenleiter oder Fernzünder mit Laserschranke)

Sprengkopf: HEAT oder HEDP

Reichweite: Fernkampf (Raketen), sehr groß (500 m)

Zielgenauigkeit: +3

Wirkungsbereich: Einzelziel

Schaden: 8W6 (KK/KB)

Gewicht: 10 kg

Kosten: 2.000 WCU (HEAT/HEDP)

Verfügbarkeit: 7

 

Antipersonenmine

Die Antipersonenmine eignet sich aufgrund der geringen panzerbrechenden Eigenschaften nur zur Bekämpfung von feindlichen Truppen und leicht gepanzerten Fahrzeugen. Die Wirkung der (defensiven) Mine ist auf die Abdeckung einer möglichst großen Fläche hin optimiert worden, es existieren aber auch sogenannte ‚offensive‘ Versionen, die die Fläche durch den Verzicht auf die Splitterwirkung bewusst gering halten. Antipersonenminen bestehen nahezu vollständig aus Kunststoff, was eine Ortung mittels Metalldetektoren erschwert (-2 WM).

Auslöser: Zeitzünder, sowie ein Druck-, Bewegungs- oder Zugzünder

Sprengkopf: HE (offensiv oder defensiv)

Schaden: 5W6 (KK/KB)

Durchschlagskraft (offensiv/defensiv): 0  / 1 pro zwei Schadenswürfel

Wirkungsradius (offensiv/defensiv): x1/2 (Explosion) / x1 (Explosion)

Gewicht: 1 kg

Kosten: 100 WCU (offensiv/defensiv)

Verfügbarkeit: 5

 

Antipersonenluftmine

Die Antipersonenluftmine wird nach der Aktivierung durch eine kleine Sprengladung einige Meter in die Luft geschleudert, wo sie anschließend mit maximalem Effekt explodiert.

Auslöser: Zeitzünder und Erschütterungssensor

Sprengkopf: HEAB oder thermobarischer Sprengkopf

Schaden: 5W6 (KK/KB)

Wirkungsbereich: je nach Sprengkopf (siehe Kapitel 8.2: Granaten)

Gewicht: 1,5 kg

Kosten: 300 WCU (HEAB) oder 500 WCU (Thermobarischer Sprengkopf)

Verfügbarkeit: 8

 

Antipersonenrichtmine

Die Antipersonen- oder auch Splitterrichtmine verteilt innerhalb ihres Frontschusskegels eine große Anzahl kleiner Projektile. Jedes Ziel innerhalb des fächerförmigen Wirkungsbereichs kann von der Waffe getroffen werden, die Wahrscheinlichkeit dass dies geschieht, hängt von der Entfernung zwischen Ziel und Mine ab. So beträgt beispielsweise die Trefferwahrscheinlichkeit in einer typischen Kampfentfernung von 50 m etwa 30 %, in 100 m Entfernung hingegen nur noch 10 %. Antipersonenrichtminen verwenden folgende Entfernungs-WM:

Meter 0-6 7-12 13-16 17-20 21-24 25-32 33-40 41-48 49-64 65-80 81-96
WM +6 +5 +4 +3 +2 +1 +0 -1 -2 -3 -4
Schaden 4W6 4W6 3W6 3W6 3W6 3W6 2W6 2W6 2W6 1W6 1W6

 

Auslöser: Fern- oder Zugzünder

Sprengkopf: HE (defensiv)

Zielgenauigkeit: siehe Beschreibung

Wirkungsbereich: Frontschusskegel mit einer effektiven Reichweite von bis zu 100 m

Schaden: siehe Beschreibung (KK/KB)

Gewicht: 1,5 kg

Kosten: 150 WCU

Verfügbarkeit: 6

 

Halbautonomer Perimeterwächter

Der halbautonome Perimeterwächter (HPW) ist eine wiederverwendbare Minenwaffe. Er wird im Einsatzgebiet eingerichtet, wo er ohne weiteres Eingreifen einen vorprogrammierten Bereich gegen das Eindringen feindlicher Kräfte absichert. Sein Feuerbereich beträgt 270° (nur sein rückwärtiger Schusskegel bleibt ungeschützt). Strenggenommen handelt es sich bei dem HPW weder um eine konventionelle Mine, noch um eine Drohne. Der HPW besteht aus einem Dreibein, einem motorbetriebenem Haltemechanismus, einem Munitionsbehälter mit automatischer Munitionszuführung, einem Abzugsmechanismus und einer Sensor- und Steuereinheit. Die Halterung kann zwar fast alle Waffen mit einem Gewicht von bis zu 20 kg aufnehmen, am häufigsten werden aber mittelschwere und schwere Maschinengewehre eingesetzt. Der externe Munitionsbehälter kann nur von Waffen genutzt werden, die über eine Munitionszuführung per Gurt verfügen. Er fast bis zu 500 Schuss mittelschwere bzw. 300 Schuss schwere MG-Munition. Die Sensor- und Steuereinheit verfügt neben einem Infrarotsensor auch eine integrierte Freund-Feind-Erkennung, sowie eine nachtsichtfähige Waffenkamera, die ihre Bilder und den Munitionsstatus per Satellit an verbündete  Einheiten übermitteln kann.

Auslöser: IFF, Infrarot und Laserschranke

Sprengkopf: keiner

Schaden: je nach montierter Waffe

Wirkungsbereich: 270° bis zur maximalen Reichweite der montierten Waffe

Gewicht: 30 kg (ohne Waffe oder Munition)

Kosten: 10.000 WCU

Verfügbarkeit: 11

 

Minen- und Sprengzubehör:

Minen- und Sprengzubehör Gewicht Kosten Verfügbarkeit
Fernauslöser 0,1 kg 7
Fernzünder 0,1 kg 7
Handauslöser 0,2 kg 15 5
IFF-Transponder - 25 5
Lichtwellenleiter, 10 m 1,0 kg 30 7
Sprengkapseln (10) 0,1 kg 20 6
Stolperdraht, 100 m 0,3 kg 5 1
Zeitzünder 0,1 kg 6
Zündcomputer 0,4 kg 250 8
Zünddraht, 100 m 1,0 kg 10 5
Zündmanager 0,1 kg 100 8
Zugzünder 0,2 kg 10 5

 

Fernauslöser: Ein kleiner manueller Auslöser, der Minen oder Sprengsätze mit Fernzünder über eine Funkverbindung zur Detonation bringen kann. Die Reichweite beträgt etwa 5.000 m. Jeder Fernauslöser kann immer nur auf einen Zünder eingestellt werden, ist aber wiederverwendbar. Sollen mehrere Minen oder Sprengsätze gleichzeitig oder in einem komplexen Muster gezündet werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Zündcomputers oder -managers.

Fernzünder: Der Fernzünder ist ein kleiner Funkempfänger, der durch einen Fernauslöser (Zündcomputer oder –manager) aktiviert wird und einen Zündimpuls an eine Sprengkapsel sendet.

Handauslöser: Ein kleiner manueller Auslöser, der Minen oder Sprengsätze über eine Kabelverbindung zur Detonation bringen kann. Die Reichweite beträgt etwa 1.000 m. Zur Auslösung mehrerer Minen oder Sprengsätze ist mindestens ein ZündmanagerJeder Handauslöser kann immer nur auf einen Zünder eingestellt werden, ist ab wiederverwendbar. Sollen mehrere Minen oder Sprengsätze gleichzeitig oder in einem komplexen Muster gezündet werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Zündcomputers.

IFF-Transponder: Dieser kleine Transponder besteht aus einem Sensor und einem Sender, der ein Signal aussendet, welches den Träger gegenüber einer mit IFF ausgestatteten Mine als verbündete Einheit ausweist. Der kleine Sensor deaktiviert das Transpondersignal, sobald die Lebenszeichen des Trägers erloschen sind oder Sensor und Sender voneinander getrennt werden. Moderne Schlachtfeldkommunikatoren, sogenannte TCUs, verfügen serienmäßig über einen IFF-Transponder.

Lichtwellenleiter: Der Lichtwellenleiter ist ein flaches Kabel, das einen auftretenden Druck messen und an einen Druckzünder übermitteln kann. Die Auslöseempfindlichkeit kann am Druckzünder meist stufenlos eingestellt werden. Die Verbindung zwischen Lichtwellenleiter und Zünder kann über eine kurze Funkstrecke (max. 100 m) oder einen Zünddraht hergestellt werden.

Sprengkapsel: Eine Sprengkapsel besteht aus einer geringen Menge hochbrisanten Sprengstoffs, der durch einen elektrischen Impuls eines Zeit- oder Fernzünders zur Explosion gebracht wird. Fern-, Zeit- und Zugzünder, sowie kabelgebundene Zündmechanismen (Handauslöser in Verbindung mit Zünddraht) erfordern eine Sprengkapsel um Sprengstoffe zur Explosion zu bringen. In den Zündmechanismen von Minen sind diese bereits enthalten.

Stolperdraht: Bei einem „Stolperdraht“ handelt es sich in aller Regel um eine sehr dünne, aber reißfeste Schnur, die mit dem bloßen Auge kaum erkennbar ist (-6 WM auf Wahrnehmungsproben). Sie wird meist im Unterholz quer über zu sichernde Pfade gespannt und mit dem Zugzünder einer Mine oder dem Sicherungssplint einer Handgranate verbunden.

Zeitzünder: Dieser Zünder verzögert die Zündung einer Ladung mittels einer Zeitschaltuhr im Bereich von 1 Sekunde bis zu einem frei einstellbaren Datum. Ein Zeitzünder kann mit einem Fernzünder zusammengeschlossen werden, sodass eine Aktivierung der Zeitschaltuhr auch aus der Entfernung heraus möglich ist.

Zündcomputer: Dieser kleine, einem pCOM ähnelnder Computer kann hunderte von Minen oder Sprengladungen in vorherbestimmter Reihenfolge über eine Funkverbindung zünden. Die maximale Reichweite liegt bei etwa 5.000 m, kann aber durch Zusammenschluss mit einem Kommunikator auch vergrößert werden. Der Anwender hat volle Kontrolle darüber, wann, welche der angeschlossenen Minen oder Sprengsätze gezündet wird.

Merkmale: fest integriert (Fernsteuerung 0, Kommunikation 0, Sicherheit 1), spezialisiert (Sicherheit)

Zünddraht: Dieser Draht dient zur Übermittlung eines Zündimpulses von einem Auslöser (z.B. Lichtwellenleiter) an einen Zünder (z.B. einen Druckzünder). Der Vorteil einer kabelgebundenen Verbindung gegenüber einer Funkstrecke besteht darin, dass sich erstere nur durch Kappen des Kabels gestört werden kann.

Zündmanager: Eine kleinere und einfachere Version des Zündcomputers, der wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen werden kann. Er ermöglicht nicht nur die Einstellung variabler Zünder, sondern kann auch Handgranaten, Minen oder Sprengsätze mittels eines Fernzünders zur Detonation bringen. Die Reichweite des Senders beträgt nur etwa 100 m. Der Computer kann bis zu 10 Gruppen von jeweils bis zu 99 Zündern kontrollieren, wobei jeder eine unterschiedliche Zündverzögerung erhalten kann.

Merkmale: fest integriert (Fernsteuerung 0, Kommunikation 0, Sicherheit 0)

Zugzünder: Zum Auslösen des Zugzünders ist ein Stolperdraht erforderlich, der ab einem bestimmten Zuggewicht einen Impuls auslöst, der einen nachgeschalteten Zünder (v.a. Zeitzünder) aktiviert oder eine Sprengkapsel detonieren lässt.

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